Von Verboten oder Musik auf engstem Raum

Von 30. August 2007 Fasnacht Keine Kommentare

„Grüäzi usäm ZH Underland MEGA COOL gsi vo eu daser i eusem Wagä gspilt händ“, schrieb Pumba vom Cäsar-Fäscht vorgestern in unser Gästebuch (–> hier klicken für das Gästebuch). Was für ein Wagen und warum spielen auf einem Wagen?
Bekanntlich waren wir letztes Wochenende in Andelfingen an der Fasnacht. Im Bus überraschten und René und Nicolas – unsere beiden Programmchefs – mit einer langen Liste von Verboten, die unsere Auftritte an der Andelfinger Fasnacht begleiteten. So durfte man am Umzug beispielsweise kein offenes Feuer mitführen (tun wir sowieso nicht) oder ohne Bewilligung des Komitees nichts verkaufen (haben wir trotzdem gemacht). Und es gab Einschränkungen, die das Musik machen betrafen (das tun wir definitiv!). So durfte zwischen 01.00 und 11.00 Uhr keine Musik gemacht werden und die Restaurants waren tabu, da (scheinbar) nicht fasnachtbegeistert. Ich habe mir allerdings von einer einheimischen Gugge sagen lassen, es gäbe eine Beiz in der man spielen kann und die haben wir gerockt. Doch ein Beizenverbot und nur ein Platz wo etwas los ist? Was tun?
Musik auf engstem RaumAuf dem Platz standen lustige, grössere und kleinere Fasnachtswagen mit integrierten Bars und so rauften sich nach dem offiziellen Harlekinos-Spielschluss ein paar Harlekinos zusammen und begannen diese Barwagen zu bespielen. Ich mit meinem kleinen Instrument bahnte den Weg und die anderen folgten. Der erste Wagen war so klein, dass wir kaum stehen konnten und so musste ich – der ich nicht der grösste bin – auf einem Getränkeharrass sitzend spielen. Das hat natürlich der Stimmung nicht geschadet. Weder unserer noch der des Publikums. Dass es nach den Auftritten auch was zu trinken gab, spricht für de Betreiber der Wagen, die Freude hatten an unserem Aufspiel. Das zeigt auch Pumbas Eintrag im Gästebuch und die Tatsache, dass sie uns am Sonntag in ihrem Wagen zum Start des Umzug in Kleinandelfingen Markus mit Bier und Röhrlimitgenommen haben. A propos trinken: Dass man sein Bier trotz engen Platzverhältnissen nicht mit einem Strohhalm trinkt – auch wenn es ein Miller’s ist – sollte eigentlich klar sein.
Dass nicht alle Freude hatten an unserer Musik in ihrem Wagen und uns, unterstützt von ihrer doch recht lauten Musikanlage, aus dem Wagen warfen, buchen wir als Kollateralschaden ab, der uns nicht weiter beunruhigt. Wir machen weiter Musik auf engstem Raum!

Gruss Butch

PS: Auf der Homepage der Gruppe „Cäsar-Fäscht“ gibt es unter „Umzug Andelfingen“ Fotos von unserem Konzert in ihrem Wagen.

Donnerstag, 8. März 2007