Regeln an der Fasnacht

Von | Fasnacht | Ein Kommentar

Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben, wir fahren morgen nochmals an die Fasnacht. Am Samstag sind wir in La Chaux-de-Fonds und am Sonntag in Avenches. Wie es sich so für einen guten Guggenmusiker gehört, habe ich mich mal im Internet über die Fasnacht an diesen beiden Orten schlau gemacht. Und siehe da, die Organisatoren der Fasnacht in Avenches geben im Internet einige Regeln bekannt.
Nun sind Regeln an der Fasnacht nichts Neues für uns. Fast jedes Komitee hat irgendwelche Regeln für seine Fasnacht. Das kann ein Verbot sein – uns wurde schon verboten, während des Umzugs Feuerwerk abzubrennen, wie wenn wir spielen und zündeln gleichzeitig könnten – oder ein Gebot – wie das Gebot in Andelfingen, für die Unterkunft Toilettenpapier mitzubringen.
Regeln für die FasnachtWas sich aber das Komitee von Avenches wünscht ist doch eher speziell. Es sind drei Regeln (c.f. Bild):
1) Man grüsst sich nicht mit „Salut“, sondern mit „Ave“.
2) Man siezt sich nicht, man ist an der Fasnacht per Du.
3) Diese Regel habe ich nicht ganz verstanden, auch mein Dictionaire konnte mir nicht weiterhelfen. Aber es scheint ums Trinken zu gehen und das ist doch etwas tolles. (Wer mir nähere Angaben zu dieser Regel machen kann, soll dies soch im Kommentarbereich des Blogs tun.)
Auch die Bilder bei den Regeln können auf den ersten Blick erstaunen. Auf den zweiten Blick werden sowohl die Bilder als auch ein Teil der Regeln klar. Avenches war zur Zeit der Römer bekannt unter dem Namen Aventicum. Wer mehr über Aventicum erfahren möchte (und das sind wohl alle – kleine Hoffnung des Historikers :-)), der schaue sich hier den Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz an.

Vom Reinigen des Instruments

Von | Allgemein, Fasnacht | Ein Kommentar

Heute habe ich mein Sousaphon auseinander genommen, um es einer gründlichen Reinigung zu unterziehen, sind doch an den vergangenen Anlässen einige Konfetti ins grosse Rohr gelangt. Nicht alleine wegen eines ominösen Sousaphonisten einer anderen Rapperswiler Gugge.
Nun, das Reinigen an und für sich ist nichts spannendes und auch nicht der Grund, warum ich diesen Eintrag schreibe. Erstaunt habe ich aber festgestellt, dass doch einiges Platz hat in einem solchen Instrument. Dass eine riesen Menge Konfetti rauskommen, damit habe ich gerechnet. Dass etwa 30 Liter Bier in ein Sousaphon passen, habe ich auch gewusst. Was aber beim Ausspülen rausgekommen ist, hat mich vom Hocker gehauen.
Seit dem Freitag der Rappi-Fasnacht im Südquartier bei den Südfägern vermisste ich das Netz, das über den Trichter gespannt ist, um Konfetti abzuhalten. Ich meinte, ich hätte es auf dem Heimweg verloren. Dem ist nicht so. Es hat sich im Rohr meines Instruments versteckt und ist erst heute wieder zum Vorschein gekommen. Da wundert es mich auch nicht, dass Cécile immer das Gefühl hatte, sie höre mich nicht. Sie hat mich nicht gehört, ich hatte ja auch einen wunderbaren Dämpfer im Sousaphon. 🙂

Harlekinos-Pause

Von | Allgemein, Fasnacht | Keine Kommentare

In meinem letzten Beitrag habe ich es angetönt. Wir haben eine Fasnachtspause, bevor es nächsten Samstag in Bülach wieder weitergeht. Zeit also um einmal ein bisschen zurückzuschauen, auf das was bisher bei uns Harlekinos so gelaufen ist. Ich will aber nicht über die einzelnen Anlässe berichten, dafür haben wir unser Harlezine mit den vielen begnadeten Schreiberlingen. Ich will in mein kleines schwarzes Büchlein schauen, in dem ich mir den einen oder anderen Sprich, der an der Fasnacht gefallen ist, notiert habe. Ein Rückblick also mit aus dem Zusammenhang gerissenen Aussagen. Ich bitte euch, seid mir nicht böse, auch wenn ihr euch in einem Spruch wiedererkennt.

Trinken: Nach Auftritten gibt es immer einen mehr oder weniger guten Tropfen für die ausgetrocknete Kehle.

  • Ich han do so en Pfützä, däbi gäbt’s Freixenet.
  • Mis Glas isch grösser als eues, ich han en Kelch.
  • S Bouquet isch flach.

Männer und Frauen: Sind ein Dauerbrenner an der Fasnacht.

  • Do isch de Pflückfaktor gleich null.
  • Dä N.N. hämmer gopferet damit’s dä Mehrheit guet goht.
  • Dä het lieber uf d‘ Stromleitig brünzlet, er het meh devo gha.
  • Bi däm Schneewitli blibt dä Ries en Zwärg.

Andere Guggen: Werden natürlich immer diskutiert und kritisch angehört.

  • Unnützi Beizefüller!

PS: Was macht eigentlich ein Harlekin, wenn er seine Gspänli nicht sieht und er zu viel Zeit hat? Er schnappt sich ein Kleinflugzeug und schaut sich seine Heimat mal von oben an.

Der Harlekinos-Stil-Trend geht weiter

Von | Allgemein | 2 Kommentare

Da sitze ich letzten Samstag entspannt und etwas gelangweilt – wir haben im Moment ja Harlekinos-Pause – vor dem Fernseher, zappe ein bisschen und bleibe bei „Deutschland sucht den Superstar“ hängen. Was sticht mir da in die Augen? Eine Kandidatin performt – wie das schöne neudeutsche Wort für Auftreten oder Vorführen heisst – und hat sich schwarz-weiss gestreifte Stulpen über die Arme gezogen. Da ist sie wohl bei ihrer Recherche ihr Outfit betreffend auf unserer Homepage gelandet, hat sich Bilder von unserem tollen Kostüm angesehen und sich gedacht, das ist das was ich suche, so was will ich auch. Gesagt, getan, das Resultat sieht man auf dem nebenstehenden Bild.
Dass es ihr nicht unter die Top 15 gereicht hat kann nicht an ihrer Kleidung liegen, diese Stulpen sind in diesem Jahr total in, wie auh der Rest unseres Kostüms. Das Ausscheiden muss wohl musikalischer Natur sein. Schade, dass sie sich nicht auch in dieser Hinsicht von uns inspirieren liess, sind wir doch so was wie heimliche Superstars.

Unser Style ist total angesagt

Von | Allgemein, Fasnacht | Ein Kommentar

Wenn man derzeit mit offenen Augen durch die Welt spaziert sieht man immer wieder mal schwarz-weiss gestreifte Kleider – genau so, wie wir sie auch tragen. Und wer die gestrige „NZZ am Sonntag gelesen hat, weiss, dass auch Harlekine momentan in sind. Worum geht’s? Bald erscheint Alison Goldfrapps neues Album „Seventh Tree“ und sie hat sich dafür in ein Harlekin-Kostüm gestürzt. So wie wir das seit 26 Jahren machen. Goldfrapp ist nicht irgendwer. Die „NZZ am Sonntag“ zählt sie zu den „zehn stilprägendsten Musikerinnen“. Wir machen schon seit viel längerer Zeit auf Harlekin – wer ist hier also der Trendsetter?

Aber nicht nur der Harlekin-Stil ist im Moment total angesagt, auch unsere Farbe grün ist es und das nicht nur in der Politik. In der „NZZ am Sonntag“ vom 30.12.2007 kam mit Li Edelkoort eine der renommiertesten Trend-Prognostikerinnen der Welt zu Wort. Uns Harlekinos erstaunt nicht, was sie als „die“ Farbe für das Jahr 2008 vorausgesagt hat. GRÜN!! Zudem meinte sie damals, dass die Musik noch viel Einfluss haben wird auf die Mode. Und da schliesst sich der Kreis wieder: Wir Harlekinos sind einmal mehr Trendsetter.

PS: Dass unser neues Kostüm gefällt, zeigen die vielen positiven Zuschauerreaktionen. Ich habe noch nie so viele Komplimente für eines unserer Kostüme bekommen, wie in diesem Jahr.

PPS: Das neue Album von Alison Goldfrapp kommt am 22. Februar in die Läden. Ich werde da mal reinhören, vielleicht kopiert sie uns ja auch musikalisch. 🙂