Feiern mit Ehemaligen oder Jubiläum mal anders

Von | Fasnacht, Jubiläum | Keine Kommentare

Begleitung am Rapperswiler UmzugWem sind sie nicht aufgefallen – die bunten Gestalten, klein und gross, die am Rapperswiler Umzug zwischen und gelb-schwarzen Harlekinos mitgelaufen sind. Es ist nicht so, dass wir zu wenig Kostüme hätten, meistens geht es auf. Das hatte einen ganz anderen Grund. Die Harlekinos sind in diesem Jahr 25 geworden! Und darum haben wir unsere Alt-Harlekinos angefragt, ob sie nicht mit uns unseren Jubiläumsumzug absolvieren wollen.
So hat sich doch eine Gruppe von etwa zehn zusätzlichen Musikern am Sonntag zu uns gesellt und wir haben gemeinsam unsere alten Stücke gespielt. Das Lied, das wir schon am längsten im Programm haben ist der „Chur 1“, den wir seit 22 Jahren spielen. Und das sagt doch einiges über das tolle Arrangement von Hanna aus. Was mir auch sehr gut gefallen hat, waren die vielen Kinder, die mit uns mitgelaufen sind. Das war schon fast wie in den guten alten Zeiten als die Harlekinos noch eine Familiengugge waren. Roli hat mir anvertraut, dass seine Kinder sich schon die ganze Woche auf den Umzug gefreut haben und novh viel nervöser gewesen seien als er, der seine seit einigen Jahren nicht mehr benutzte Klarinette hervorgenommen und sie wieder einmal gespielt hat.
Übrigens ist der letzte ehemalige Harlekin gerade zum Start des Umzugs aufgetaucht und hätte ich nicht noch Probleme gehabt, mein Sousaphon über meine Maske zu ziehen, hätte er uns verpasst. Da war er früher auch nicht anders. Es schein ihm aber gefallen zu haben, denn er war bis Abends um zehn noch mit uns unterwegs.
Ich habe mich total über diese Aktion gefreut und möchte mich an dieser Stelle nochmals bei allen ehemaligen Harlekinas und Harlekinos bedanken, die ihre Kostüme hervorgenommen, ihre Kinder und oder Instrumente gepackt und mit uns mitgemacht haben. DANKE, es war eine lässige Sache.

Gruss Butch

PS: Weiteres über unser Jubiläum und das grosse Fest im Mai erfährt der geneigte Leser auf unserer Homepage.

Mittwoch, 14. Februar 2007

Gastrokritik oder fasnächtliches Essen in Rapperswil

Von | Fasnacht | Keine Kommentare

Das vergangene Fasnachtswochenende in Rapperswil hat auch kulinarisch einiges geboten von dem ich an dieser Stelle berichten will.
Begonnen hat es am Freitagabend im Restaurant Bunkerli, wo uns der legendäre Stammtischteller erwartete. Ein riesiger Teller – eigentlich eine Platte – mit einem ebenso riesigen Schnitzel, einem Berg Pommes Frites und Salat. Wie immer war es super fein, eine schon fast unanständig grosse Portion. Einige unserer Ladys mussten schon recht kämpfen, um der Portion Herr zu werden. Aber fasten oder weniger Essen können wir in der Fastenzeit und die kommt bekanntlich erst nach der Fasnacht. Es ist gut nachvollziehbar, dass sich einige Harlekinos schon die ganze Woche auf den Abend mit dem Stammtischteller im Bunkerli gefreut haben.
Kulinarisch hochstehend ging es am Samstagmittag weiter. Nach einem Geburtagsauftritt – Josef, auf diesem Weg nochmals alles Gute – gab’s verschiedene Partybrote, die es in sich hatten. Prall gefüllte Brote mit Salami, Käse oder Trockenfleisch. Und dazu ein guter Tropfen von weisser Farbe. Wir sind uns scon am überlegen, ob wir nicht die üblichen Sandwiches im Car gegen diese Partybrote austauschen sollen. Auch das Nachtessen im Quellenhof zu Rapperswil konnte sich sehen lassen. Nach einem gemischten Salat – Walki hat hoffentlich den exzellenten Maissalat mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen – gabe es eine feine Lasagne, wahlweise mit oder ohne Fleisch. Dazu gab es Nachschlag, so dass auch an diesem Abend niemand zu wenig Essen bekam. Der Koch musste die Lasagne übrigens in der benachbarten Metzgerei backen, da sein Ofen den Geist augegeben hatte.
Am Sonntag gab’s dann nicht mehr so viel zu Essen, mindestens nicht mehr organisiert und alle zusammen. Was es aber gab, war das obligate Wienerli mit Bürli und Senf nach dem Umzug, wobei die Vegis hier den Zonk gezogen haben, für die gab es nur Bürli mit Senf – gäll Eme. Wir hatten das Glück, die Ersten auf dem Platz zu sein, so dass unsere Würstli noch einigermassen warm und die Brötli noch nicht durchnässt waren.
Abschliessend kann man sagen, dass wir kulinarisch gesehen ein perfektes Wochenende hinter uns haben. Fein gespiesen am Freitag und Samstag, was will man noch mehr?

Gruss Butch

PS: Hat nichts mit Essen, dafür mit Trinken zu tun. Mit Entsetzen habe ich an diesem Wochenende festgestellt, dass es im Bären das gute alte Cardinal nicht mehr gibt. Es wurde vom in meinen Augen weniger genüsslichen bündner Bergquellwasser abgelöst. Und auch die schwarze Perle Guinness gibt es nicht mehr, sie wurde von Murphys Law verdrängt.

Dienstag, 13. Februar 2007

Mein Freund der Pflasterstein

Von | Fasnacht | Keine Kommentare

Seit Samstag habe ich einen neuen Freund. Es ist ein Stein, aber nicht irgend ein ordinärer und langweiliger, nein. Es ist ein Rapperswiler Pflasterstein. Auf ihm steht zwar „Hauptplatz“, die Legende erzählt aber, dass er vor rund zehn Jahren in einer Nacht- und Nebelaktion in der Hintergasse aus der Strasse befreit wurde. Und dieser Pflasterstein ist nun für gut anderthalb Wochen mein Freund geworden und wohnt bei mir zu Hause.
Ich und mein PflastersteinBekommen habe ich ihn vom Beni, seines Zeichens Stapi unserer neuen, schönen, grossen Stadt. Und mit ihm habe ich die Herrschaft über die Rapperswil-Joner Strassen bekommen. Ich bin mit dem Stein so zu sagen Strassenbesitzer geworden. Ein Schloss besitze ich als Ortsbürger ja schon (mit) und nun also Strassen. Was macht man mit Strassen? Ich könnte eine Maut verlangen und so unsere Guggenkasse ein wenig aufbessern. Oder eine Strasse umbenennen! Was haltet ihr von „Avenue des Arlequins“ für die „Neue Jonastrasse“? Das würde doch auch zu unserem Jubiläum passen. Eine eigene Strasse!
Na ja, eigentlich ist es nicht ganz korrekt wenn ich schreibe, ich hätte ihn bekommen, ich habe den Stein ja nur stellvertretend für alle Rapperswil-Joner Guggenmusiken bekommen. Und zurückgeben muss ich ihn ja auch wieder. Dann am Geissebei, aber das ist ein anderes Thema.
Nun ist er vorerst mal mein Freund geworden und hat sich bei mir häuslich eingerichtet. Dabei hatten wir doch Anfangsschwierigkeiten, habe ich den Pflasterstein doch beinahme auf dem Hauptplatz vergessen. Herbië sei Dank, hat er doch noch seinen Weg gemacht und ist an die Seestrasse gekommen. „Ende gut, Alles gut“, kann ich da nur sagen.

Gruss Butch

PS: Übrigens wohnt der Stein in der fasnachtsfreien Zeit bei der Bauverwaltung unter der Obhut von Herrn Keller. Den Umzug von Rapperswil nach Jona ins neue Stadthaus hat der Pflasterstein übrigens ganz gut überstanden und er hat sich an sein neues Heim gewöhnt, wie er mir verraten hat.

Montag, 12. Februar 2007

Unsere Jubiläumsbierdeckel

Von | Jubiläum | Keine Kommentare

Wer kennt sie noch nicht, unsere Jubiläumsbierdeckel? Sie sind erst seit kurzem im Umlauf und haben sich schon zu einem richtigen Kultobjekt entwickelt.
Verzierter JubiläumsbierdeckelIm Restaurant Bären, wo sie auch ausliegen sind einige einem Fasnachtshasser, der mit einem Kugelschreiber bewaffnet war, in die Hände gefallen. Und er hat seinem Missmut freien Lauf gelassen. Nicht alle Sprüche und Verzierungen sind toll, aber da wir ja gut über uns selber Lachen können, will ich einige der Sprüche hier wiedergeben.
25 Jahre Harlekinos UND JETZT?
LASST UNS 25 Jahre Harlekinos TRETEN!
25 Jahre Harlekinos SIND GENUG!
Kreativ war er ja, aber das Hitlerschnäuzchen auf dem einen oder anderen Logo fand ich dann doch weniger lustig.

Gruss Butch

PS: Wer weitere solche Exemplare findet, soll sie doch sammeln und mir mitbringen. Vielleicht vergrössert sich ja mit der Zeit diese Sprüchesammlung.

Montag, 12. Februar 2007

„Spontan“ in der ON

Von | Allgemein | Keine Kommentare

El Butch Vielleicht habt ihr schon in die aktuelle Ausgabe der Obersee Nachrichten geschaut. Heute, so kurz vor der Rapperswiler Fasnacht, haben wir die „Ehre“ in der Rubrik „Spontan“ vertreten zu sein. Nach einer intensiven Diskussion in unserem Forum kamen wir – alles männliche Forumsteilnehmer – zum Schluss, dass sich eine Frau da noch gut machen würde. Leider blieben meine Vorstösse in diese Richtung unfruchtbar, so dass ich am Montag den Termin mit der ON selber wahrgenommen habe. Ich scheine mich zu einer für die Presse gefragten Person zu entwickeln was die Fasnacht angeht, aber das ist ein anderes Thema.
Was heisst für die ON spontan? Wie läuft das ab? Das ist eine Erfahrung, die ich euch nicht vorenthalten will. Wir trafen uns im Burg-Café, die Redaktorin ausgerüstet mit einem Fragekatalog, ich noch ein wenig müde vom vergangenen Fasnachtswochenende. Aber es gab ja Kaffee – wir waren schliesslich in einem Café. Nach einem ersten Vorlesen der Fragen hatte ich einen Moment Zeit um mir passende Antworten auszudenken. Gesagt, getan. Wir legten los. Nach jeder Antwort meinerseits kam von der Redaktorin der Kommentar, das sei zu wenig lustig. Bin ich da um interviewt zu werden oder um den Clown zu spielen? Vielleicht war ich ja auch einfach noch zu müde um lustige Antworten geben zu können. Wir diskutierten also meine Antworten und versuchten gemeinsam sie etwas spannender, lustiger und spontaner zu formulieren. So viel zum Titel der Rubrik. „Spontan“! Das Ergebnis könnt ihr wie gesagt in der heutigen Ausgabe der ON nachlesen. Ich finde, es ist den Umständen entsprechend gar nicht schlecht ausgefallen, auch wenn meine Spontaneität an besagtem Morgen zu wünschen übrig liess.

Gruss Butch

PS: Was ich noch anmerken will ist, dass die Redaktorin sehr gut vorbereitet an unser Gespräch gekommen ist und scheinbar unsere Homepage in- und auswendig studiert hat!

Donnerstag, 8. Februar 2007