Von Verboten oder Musik auf engstem Raum

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„Grüäzi usäm ZH Underland MEGA COOL gsi vo eu daser i eusem Wagä gspilt händ“, schrieb Pumba vom Cäsar-Fäscht vorgestern in unser Gästebuch (–> hier klicken für das Gästebuch). Was für ein Wagen und warum spielen auf einem Wagen?
Bekanntlich waren wir letztes Wochenende in Andelfingen an der Fasnacht. Im Bus überraschten und René und Nicolas – unsere beiden Programmchefs – mit einer langen Liste von Verboten, die unsere Auftritte an der Andelfinger Fasnacht begleiteten. So durfte man am Umzug beispielsweise kein offenes Feuer mitführen (tun wir sowieso nicht) oder ohne Bewilligung des Komitees nichts verkaufen (haben wir trotzdem gemacht). Und es gab Einschränkungen, die das Musik machen betrafen (das tun wir definitiv!). So durfte zwischen 01.00 und 11.00 Uhr keine Musik gemacht werden und die Restaurants waren tabu, da (scheinbar) nicht fasnachtbegeistert. Ich habe mir allerdings von einer einheimischen Gugge sagen lassen, es gäbe eine Beiz in der man spielen kann und die haben wir gerockt. Doch ein Beizenverbot und nur ein Platz wo etwas los ist? Was tun?
Musik auf engstem RaumAuf dem Platz standen lustige, grössere und kleinere Fasnachtswagen mit integrierten Bars und so rauften sich nach dem offiziellen Harlekinos-Spielschluss ein paar Harlekinos zusammen und begannen diese Barwagen zu bespielen. Ich mit meinem kleinen Instrument bahnte den Weg und die anderen folgten. Der erste Wagen war so klein, dass wir kaum stehen konnten und so musste ich – der ich nicht der grösste bin – auf einem Getränkeharrass sitzend spielen. Das hat natürlich der Stimmung nicht geschadet. Weder unserer noch der des Publikums. Dass es nach den Auftritten auch was zu trinken gab, spricht für de Betreiber der Wagen, die Freude hatten an unserem Aufspiel. Das zeigt auch Pumbas Eintrag im Gästebuch und die Tatsache, dass sie uns am Sonntag in ihrem Wagen zum Start des Umzug in Kleinandelfingen Markus mit Bier und Röhrlimitgenommen haben. A propos trinken: Dass man sein Bier trotz engen Platzverhältnissen nicht mit einem Strohhalm trinkt – auch wenn es ein Miller’s ist – sollte eigentlich klar sein.
Dass nicht alle Freude hatten an unserer Musik in ihrem Wagen und uns, unterstützt von ihrer doch recht lauten Musikanlage, aus dem Wagen warfen, buchen wir als Kollateralschaden ab, der uns nicht weiter beunruhigt. Wir machen weiter Musik auf engstem Raum!

Gruss Butch

PS: Auf der Homepage der Gruppe „Cäsar-Fäscht“ gibt es unter „Umzug Andelfingen“ Fotos von unserem Konzert in ihrem Wagen.

Donnerstag, 8. März 2007

Eine Leiche im Keller oder Schlafen in der Notunterkunft

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Eine Leiche im Keller haben – sprichwörtlich gemeint – die meisten von uns. An der Fasnacht in Andelfingen hatten wir nicht nur sprichwörtlich eine solche bei uns.
Ich muss vielleicht ein wenig ausholen. Liebe Leserin, lieber Leser, du hast dich vielleicht auch schon gefragt, wo und wie wir übernachten, wenn wir auswärts an der Fasnacht sind. Meistens sind das Turnhallen oder Zivilschutz- respektive Notunterkünfte, wie sie die meisten Männer vom Militärdienst her kennen. Dass es da nicht immer allzu ruhig ist kann sich jeder vorstellen. Von Schnarchen bis frühmorgendlichem Singen – …äm Hans sis Mami isch en Maa… – haben wir schon alles erlebt. Aber was und in Andelfingen passiert ist, schlägt alles.
Der ominöse HutBeim Aufstehen am Morgen – noch ist es dunkel in der Unterkunft – stellt ein Harlekin fest, die Leiche ist weg. Ungläubiges und noch etwas müdes Lachen antwortet ihm, doch er hält fest: „Gestern Nacht lag hier am Boden einer und hat tief und fest geschlafen und er gehört nicht zu uns.“ Übrig ist nur noch eine undefinierbare Pfütze. Als das Licht angeht, wird das Ausmass der Pfütze klar und mittendrin steht ein gehörnter Hut. Was von der Leiche übrig war. Ein anderer Harlekin stellt fest, dass seine Schuhbändel in der Pfütze liegen und versucht mit dem Geruchstest herauszufinden was das für eine Lache ist. Keine Chance.
Die Leiche im BettDa stellt sich heraus, dass der Besitzer des Hutes doch keine Leiche ist, sich aber in einem todähnlichen Schlaf im anderen Teil unseres Zimmers befindet. Und es bewahrheitet sich: der Typ in seinem Pelzkostüm gehört definitv nicht zu uns. Verschiedene Veruche ihn zu wecken um näheres über ihn zu erfahren schlagen fehl. Das einzige, das wir herausfinden ist, dass er komisch spricht, so in etwa, wie unsere Nachbarn im Norden. Auch auf unsere Verkleidungsaktion mit WC-Papier reaiert er nicht. Ebenso wenig auf mein virtuoses Sousaphonspiel direkt neben seinem Ohr. Na ja, wir witzeln noch ein wenig und fragen uns, ob der unbekannte wohl noch da ist, wenn wir zurück kommen um unser Gepäck zu holen. Für uns ist es auf jeden Fall Zeit zum gehen, Kaffee und Gipfeli warten.
Wartend auf den Umzug macht sich ein Harlekin auf den Weg zu unserer Unterkunft um etwas Kleidung abzuladen – wir haben uns alle zu warm angezogen. Wer läuft ihm vor der Notunterkunft über den Weg? Richtig geraten – unser Fellmann! Er habe noch etwas müde und verkatert ausgesehen, hätte aber dennoch Auskunft geben können. Er habe sich ab unseren Aktionen nicht gestört gefühlt und die Pfütze am Boden sei Bier gewesen. Aha! Aber was ihn in unser Zimmer verschlagen hat konnte er nicht beantworten. Nun gut, immerhin wissen wir jetzt, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht.
Nach dem Umzug treffen wir eine süddeutsche Hexe, mit der wir schon am Abend vorher geplaudert haben und auf unsere Nachfrage bestätigt sie uns, dass der besagte Typ mit ihnen unterwegs sei, sie ihn allerdings nicht kenne, da er „nur“ der Cousin einer Mithexe sei und er sich ihnen für die Andelfinger Fasnacht angeschlossen habe. Kurz darauf – wir sitzen in der Sonne vor dem Guggenkeller und essen unsere Wienerli mit Bier – haben wir ein Aha-Erlebnis. Unser Fellmann steht in der Warteschlange und er scheint uns zu erkennen. Er hat auch einen Kollegen dabei, der aussieht wie er und der in unsere Richtung andeutet, der andere sei übrigens unser mysteriöser Fellmann. Wir kennen ihn jetzt und dass er wieder fit ist beweist er uns, indem er aus dem (Bier-)Becherlein eines Harlekins trinkt. Ende gut, alles gut. Und dass besagter Harlekin sein Bier nicht mehr fertig getrunken hat, kann ich durchaus vertstehen.

Gruss Butch

PS: Wer das Notunterkunftfeeling auch einmal erleben möchte, melde sich doch bitte bei Frau Barbara Keller-Inhelder. Sie hat einschlägige Erfahrung mit Notunterkünften.

Montag, 5. März 2007

Musik für Kinder

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Der Auftritt für und mit den Kindern der Heilpädagigschen Schule (HPS) in Rapperswil gehört für uns Harlekinos einfach zum Geissebei. So auch in diesem Jahr. Wir trafen uns um viertel vor zehn bei der HPS. Ich kam schon etwas früher – an der Fasnacht treibt es mich immer früh aus dem Haus -, auf dem Pausenplatz vergnügten sich zwei oder drei Buben und ich wurde von ihnen mit einem lauten „Harlekinos Go Go Go“ begrüsst. Was für ein Willkommen. Nach und nach kamen die Kinder aus dem Schulhaus und auch der benachbarte Kindergarten hat sich mittlerweile angeschlossen. Alles in allem eine bunt vekleidete, fröhliche und laute Kinderschar.
Als wir vollständig waren – vollständig heisst am Geissebei-Vormittag jeweils zehn bis zwölf Harlekinas und Harlekinos – gings los. Wir starteten mit einem Platzkonzert und unseren Klassikern, die wir in dieser Besetzung spielen können, unterstützt durch unzählige Kinder mit Rasseln und Trommeln. Nach dem ersten Aufspiel folgte bereits der erste Höhepunkt. Die besten Schenkeli, die es an der Fasnacht gibt. Und das ist nicht gelogen. Nirgends schmecken Schenkeli so gut wie in der HPS. Bei Schenkeli und einem Glas Weissen näherte sich der zweite Höhepunkt mit grossen Schritten – der Umzug.
Ja, lieber Leser, du hast richtig gelesen, ein Umzug. Traditionell geht es nach Wein und Schenkeli mit der ganzen Schar auf einen Umzug, der uns vorbei am Sekundarschulhaus zur Kreuzstrasse und vorbei am Realschulhaus über die Gemüsebrücke wieder zurück zur HPS führt. Wie es sich für einen Umzug gehört natürlich mit Trompeten und Posaunen, will meinen Rhythmus und Musik. Und an diesem Umzug tauen die Kleinen richtig auf und begleiten uns noch wilder. Was für die Betreuerinnen nicht immer einfach ist, sollten die Kinder doch auf dem Trottoir bleiben. Aber die haben ihre Schüler im Griff und bringen den Umzug ohne Zwischenfall über die Bühne.
Der Abschied ist nie ganz einfach. Wir würden gerne noch weiter spielen, die Kinder würden uns gerne noch weiter zuhören, aber alles hat einmal ein Ende und so ist gegen Mittag Schluss mit Guggenmusik auf dem Areal der HPS.

Gruss Butch

PS: Ich freue mich schon auf die nächste HPS-Fasnacht und ich bin mir sicher, Vorfreude herrscht auch bei den Schülern, denen es nicht schnell genug gehen kann bis es wieder Geissebei ist.

Dienstag, 27. Februar 2007

Le carneval de Romont

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Le dernier week-end on était à Romont pour fêter le carneval. Vous verrez, les Harlekinos sont allez à la Suisse romande, c’est pouquoi je vais écrire ce blog en français. Arrivant à Romont – aprè une voyage de quatre heures – les premiers personnes qu’on a vu etaient des gens de Kriens et on a pu parler encore uns fois de l’allemand. La première impression était un peut comique, mais les Amok Symphoniker sont plus mieux que la première impression.
La ville de RomontRomont est une petite ville qui se trouve sur une petite colline. Et ça veut dire, si on est au chemin d’une resto à l’autre on doit monter sur cette colline. C’ètait la mème chose avec le cortège. Le grand cortège a commence jusque au fond de cette colline et on à dû monter jusque a’l hôtel de ville qui se trouve en haut. C’était tellement dûr.
Mais on nous a donné une guide excellente – Isabelle. Elle devienne une grande fan de nous et elle a organisée tout le carneval pour nous. Quand on a entré un resto et on a commencé de jouer, elle a déjà organisée le vin. Et elle m’a forcé de parler le français et c’est pourquoi j’écris en français maintenant. Elle est un trésor d’or.

Félicitations Butch

PS: Mon français est terrible, je sais. Excusez moi.

Vendredi, 23. février 2007

Freunde im Netz

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Es begann alles im letzten November mit dem Einrichten einer Seite auf MySpace. Das ist eine schöne Sache, man sucht sich Freunde und wird gefunden. Momentan haben wir 136 Freunde (Stand heute Morgen 09.00 Uhr). Und irgendwann Phil aus Australienbeginnen diese Freunde zu schreiben, man knüpft Kontakte. So zum Beispiel zu Phil. Phil ist 60, kommt aus Perth in Australien und spielt – man glaubt es kaum – in der einzigen Guggenmusik die es in Australien gibt, bei den Guggen Barras die Pauke. Das ist so eine richtige Guggenmusik wie bei uns und ignorant wie ich war, habe ich gelgaubt Guggenmusiken gibt es nur in der Schweiz und im angrenzenden Ausland. Doch Phil hat mich aufgeklärt, dass es neben seinen Guggen Barras auch noch eine Gugge in Auckland (Neuseeland) und eine in Bradford (England) gibt. Man hat nie ausgelernt.
Eine andere Gruppe, die uns kontaktiert hat nennt sich Mucca Pazza und ist aus Chicago. Sie meinten: „You guys sound great! what a strange idea – a carnival marching band?“ Auf Nachfrage und Erklärung meinerseits, das sei in der Schweiz so üblich an der Fasnacht kam umgehend eine Antwort: „We were joking about the strange idea because that’s what we do too! come see us if you’re ever in Chicago!“ Es gibt also auch in den Staaten Musikgruppen, die ähnliches tun wie wir. Sie gehen Pink Feathershalt zum Mardi Gras nach New Orleans und nicht nach Romont zum Carneval. Oder sie tanzen zu Karnevalsmusik wie die Hot Pink Feathers, eine Samba- und Cabarettruppe aus San Francisco. Sie schreiben übrigens, dass sie unsere Musik toll fänden, im diesem Sommer eine Tournee durch Europa planen und dabei gerne zu unserer Musik tanzen würden. Vielleicht ergibt sich da ja was. 🙂
Man macht nicht nur an der Fasnacht neue Freunde – wie in Romont , wo wir lustige Krienser kennen gelernt haben -, sondern auch im World Wide Web.

Gruss Butch

PS: Die Youngblood Brass Band, andere Freunde von uns, geben am Freitag, den 9. März ein Konzert im Moods in Zürich.

Freitag, 23. Februar 2007