Köbifest in Grindelwald – Teil 1

Von | Allgemein | Keine Kommentare

Am Morgen früh ging’s los. Um sechs Uhr traf sich ein verschlafenes Grüppchen Harlekinos am Bahnhof Rapperswil. Ziel war Grindelwald – der Ort und nicht der böse Zauberer aus Harry Potter. Nach ein paar Mal Umsteigen – nicht ganz einfach mit grossen Instrumenten wie unser Schlagzeuger bestätigen kann – Gipfeli und Comella und dem Treffen mit einem nach Toffen verlorenen Sohn kamen wir um zehn in Grindelwald an.
Im Hotel angekommen gab’s nach einer Kaffeepause den ersten von vielen Apéros des Tages. Und natürlich ein erstes Aufspielen der Harlekinos. Obwohl, wir waren schon etwas erstaunt, als wir zu Fuss in Richtung Hotel kamen. Hörten wir doch aus dieser Richtung etwas, das entfernt nach Guggenmusik getönt hat. Guggenmusik? Hat unser Gastgeben noch eine andere Gugge engagiert. Unsere Sorge war umsonst. Was wir hörten war, war zwar Guggensound, aber von einer Gugge, die sich in der Nähe für ein Probeweekend eingenistet hatte. Item, wir spielten und wie schön waren wir verkleidet. Viele grosse und kleine Wanderer und Bergsteiger, sogar eine Blondine im Pseudodirndl spielte mit. Das alles hatte natürlich einen guten Grund, ging’s doch bald nach dem Aufspiel los in Richtung First. Richtig, wir stiegen auf einen Berg. Nun gut, steigen ist der falsche Ausdruck. Gestiegen ist nur die Gondel.
Oben auf dem Berg gab’s natürlich einen Imbiss, war es doch schon halb eins und man hatte Hunger und Durst :-). Und Musik gab es natürlich auch. Ehemalige Harlekinos, die es nicht lassen können und sich sinnigerweise “Tempi passati” nennen, gaben verstärkt mit den zwei noch aktiven Harlekinos-Gruftis – so alt sind sie zwar nicht, aber sie sind die Ältesten in unserer Truppe, haben sich aber am Abend gut gehalten, da gab’s also einige der “jungen Wilden”, die früher in die Heia gingen. Dazu aber später mehr, wir sind ja erst auf dem Berg. Wir stärkten uns also, bevor es auf die Wanderung ging. Wandernd verbrachten wir dann die Zeit bis zur Mittelstation wo wir wieder die Bahn nahmen, wartete doch das hoteleigene Hallenbad auf uns.
Ein Hallenbad hat so seinen Reiz und es kam nicht von ungefähr, dass sich das Bad recht schnell leerte nachdem wir Harlekinos da waren. Ein bisschen rein springen – obwohl oder gerade weil nach Hotelordnung nicht gestattet – wirkte Wunder. Auch das Dampfbad wollte ausprobiert sein. Und siehe da, es haben gut und gerne fünfzehn Harlekinas und Harlekinos Platz in so einem Ding. Allerdings gibt es angenehmeres und so habe ich das Dampfbad bald möglichst wieder verlassen. Es wurde ja auch Zeit um sich in Schale zu werfen, denn der nächste Apéro mit anschliessendem Nachtessen stand vor der Tür.
Dazu aber mehr im zweiten Teil des Blogs zum Köbifest 2007.

Gruss Butch

Relaunch des Harleblogs

Von | Allgemein | Keine Kommentare

Hallo zusammen

Nach einer längeren ”blogfreien” Sommerpause ist der Harleblog wieder aktuell wie nie zuvor. Ich habe ihn optisch neu gestaltet. Aber nicht nur gestalterisch gibt sich der Harleblog neu. Auch was die technischen Finessen angeht ist einiges neu.
So habt ihr Leser jetzt die Möglichkeit, mittels eines Kommentars eure Meinung zu den Themen kund zu tun oder diese zu ergänzen. Richtige Interaktivität also. 🙂
Ich wünsche euch viel Spass beim Lesen, ”Schneuggen” und Kommentieren.

Gruss Butch

PS: Die alten Harleblogeinträge sind natürlich immer noch online. Ich habe sie hierhin verschoben. Leider stimmt dadurch das Datum der Veröffentlichung nicht mehr (es steht überall der 30. August – also heute – da ich die Beiträge heute verschoben habe). Ich habe aber überall unter dem Artikel das Erstveröffentlichungsdatum hinzugesetzt.

Von guten Auftrittsorten und speziellen Personen

Von | Fasnacht | Keine Kommentare

Es ist schon einige Zeit her, seit wir das letzte Mal mit den Harlekinos unterwegs waren und ich bin euch Lesern dazu noch einen Blog schuldig. Vor allem auch, weil mich schon zwei Personen darauf angesprochen haben – ich hoffe allerdings, dieser Blog hat mehr Leser als nur die beiden angesprochenen Personen. Ich will euch gesülze wie „ich war so beschäftigt“ oder „ich hatte so viel um die Ohren“ ersparen und ein paar Eindrücke von den Brandons d‘ Yverdon zu Papier – wenn auch nur virtuell – bringen.
Das erste, was mir dabei in den Sinn kommt, ist, dass wir am Samstag sehr, sehr, sehr früh aufstehen mussten, da wir um sieben am Morgen losgefahren sind. Aber: der Peter, unser Lieblings-Carchauffeur, war wieder mit von der Partie. Neben Kaffee, Comella und Gipfeli gab es während der Fahrt auch noch Sandwiches, so dass wir gut genährt – mehr oder weniger aufs Mittagessen – in Yverdon ankamen.
An diesem Samstag haben wir viel gespielt, unser Guide hat uns von Auftritt zu Auftritt schon fast gedrängt, aber wir sind zum musizieren gekommen. Zwei dieser Auftritte haben mir besonders gu gefallen. Einer in einer richtig guten Beiz, mit Filmplakaten und Bücherregalen an den Wänden. Gut dass mir das gefallen hat scheint einzuleuten, sind doch alte Filme und Bücher zwei Steckenpferde von mir. in der Beiz herrschte eine richtig gute Atmosphäre und den Gästen scheint unsere Musik auch gepasst zu haben, hat mir doch eine ältere Dame am Tisch nebenan spontan ein Bier bezahlt. Vielleicht war es ja auch mein Charme, mein gutes Französich oder meine perfekte Schminke. 🙂
René im TabakladenEin anderes Konzert gaben wir auf der Gasse vor einem schnuckeligen Tabaklädeli. Die Besitzer – ein älteres Ehepaar – haben sich etwas spezielles einfallen lassen. Da wir so um vier Ur bei ihnen spielten, organisierten sie für uns einen Z’vieri: Wein und selbstgebackene Schinkengipfeli. Als Dankeschön spielten wir danach in ihrem Lädeli und dieser Auftritt gehört für mich zu den Besten in Yverdon. Die ganze Gugge im kleinen Laden, René nur mit einem Trömmeli bewaffnet auf dem Boden. Wir können eben auch in speziellen Situationen ganz gut spielen und unser Publikum begeistern.
Daneben haben wir auch noch auf der Strasse vor einem Restaurant gespielt, was ja an und für sich nichts ausserordentliches ist. Aber als die Bäckerin von nebenan mit einem Tablett voll Schenkeli – mit einem Hauch Zimt – gekommen ist, waren wir doch positiv überrascht. Eine Überraschung war auch der Auftritt am Sonntag in der Apotheke beim Bahnhof. Ein Novum für uns, haben wir doch nich nie in einer Apotheke gespielt.
Genug von Auftrittsorten. Wir haben auch durchaus spezielle Personen getroffen. Zwei sind mir im Gedächtnis geblieben, auch wenn ich die eine nur vom Hörensagen her kenne. Eine recht rabiate junge „Dame“ mit einer Handtasche. Wartend auf den Umzug war ich Pastis trinkend in einer Bar, als plötzlich zwei Harlekinas hereinkamen und berichteten, sie seinen von einer Frau handtaschenschwingend verfolgt worden. Verständlich, hat sich doch eine ganze Gruppe Harlekinas auf ihren Freund gestürzt und das im wahrsten Sinne des Wortes. Besagter Freund war nämlich mit einer Gruppe gleichgesinnter als Footballspieler verkleidet und sie haben dementsprechend mit einem Football herumgespielt. Unsere Ladies wollten mitspielen und haben sich auf den mit dem Ball gestürzt, mit der Konsequenz, dass sie den Freund von besagter „Dame“ erwischten. Diese wiederum fand das nicht so lustig, da sie sich plötzlich einer grossen Konkurrenz ausgesetzt sah. Ergebnis der Aktion: die Furie verfolgte – nach einigem Sticheln natürlich – handtaschenschwingend ein paar Harlekinas und der arme Kerl musste sich vor seinen versammelten Freunden von ihr eine Standpauke anhören. Und – wir trauen ja keinem – sie marschierte den ganzen Umzug neben der Gruppe Footballer her!
Eine andere durchaus spezielle Frau – warum waren das nur Frauen? – tanzte uns im grossen Festzelt über den Weg. Sie brachte im wahrsten Sinne des Wortes die Bühne zum Beben. Ich will ja nicht lästern, ich weiss, meine Figur ist weit entfernt von jeglicher Perfektion, aber so kleiden würde ich mich nicht einmal an der Fasnacht. Ein hautenges, rückenfreies, kurzes Kleid in schwarz, bei dem man hintenrum den BH sah. Das mag ihr Problem sein, kann der geneigte Leser jetzt einwenden. Und da hat er durchaus recht. Aber wenn man durch exzessives Tanzen die Anti-Wolf-Pflaster an den Oberschenkeln entblösst – zum Glück nur die -, dann ist das was anderes. Moderner Technik sei dank gibt es von dem Tanz ein Video, moderner Technik sei dank hat es das Video nicht bis auf meinen Rechner und damit auch nicht in diesen Blog geschafft. Ich denke, jeder kann sich die Szene vorstellen, wenn er das wünscht.

Gruss Butch

EL Butch in YverdonPS: Beim durchsehen unserer Fotogalerie bin ich auf ein Foto aus Yverdon gestossen, das mich nachdenklich gestimmt hat. Warum hält sich die Frau an der Bar die Ohren zu? So schlecht habe ich in Yverdon nicht gespielt. Glaube ich jedenfalls!

Freitag, 30. März 2007

Im Osten nichts Neues oder ein Platz an der Sonne

Von | Allgemein | Keine Kommentare

Bettina im PanzerfahrerlookWalki mit HelmTina im PanzerfahrerlookEl Butch im PanzerfahrerlookAn einem unschuldigen Sonntag anfangs März hat es ein verwegenes Grüppchen Harlekinos in den Osten gezogen. Mit einem tonnenschweren Gefährt sind die Obergefreite B., der Soldat W., die Soldatin T. und Bad-Lieutenant B. gen Osten gefahren um sich einen Platz an der Sonne zu sichern.
Dass es nichts Neues gab da im Osten kann zwar so nicht gesagt werden. Es hatte viel Neuschnee und das war gut so. Zufälliger weise hatten die vier in ihrem tonnenschweren Gefährt nämlich hölzerne Dinger mit Wachs, so dass sie ihre Suche nach Sonne mit rasanten Fahrten im Schnee verbinden konnten. Und auch Eis hatte es, wenn auch nur wenig, wie Bad-Lieutenant B. bei einem wagemutigen Sprung auf den See bei der Seebenalp feststellen musste. Nun, was ein richtiger Bad-Lieutenant ist, lässt sich von einem nassen Fuss nicht den Tag verderben.
Neben viel Bewegung im Schnee darf aber auch ein (oder zwei, …) guter Kaffee (oder Ski-Flip) nicht fehlen. Und den gibts im Osten bekanntermassen bei Abraham. Nun auch wenn die komischen Gestalten oben auf den Bilder an Panzerfahrer erinnern, Abraham hat nicht mit einem solchen amerikanischen Modell zu tun. Abraham ist Chef in der Maschgenlugge und macht wie gesagt die besten Kaffees der Region (und die besten kalten Plättchen wie Bad-Lieutenant B. von anderer Gelegenheit her weiss).
Fazit: den Platz an der Sonne haben die vier gefunden und genossen. Und: zum Glück sind sie mit ihrem tonnenschweren nicht weiter in den Osten gefahren, denn „you wouldn’t have much fun in S. Mr. H.“

Gruss Butch

PS: Mir fällt gerade kein PS ein, ausser, dass alle die nicht dabei waren etwas verpasst haben.

Freitag, 30. März 2007

Fotos einmal anders – ein Fotoblog

Von | Allgemein | Keine Kommentare

Automatenfoto 1 Automatenfoto 2 Automatenfoto 3 Automatenfoto 4

Heute sollen mal Bilder im Mittelpunkt des Blogs stehen und nicht irgendein Text. Aber ich muss und will natürlich erklären, wie die Bilder links zu Stande gekommen sind.
Einmal mehr in Andelfingen. Es ist etwa vier Uhr nachmittags. Wir sind am Bahnhof und haben WC-Papier gesammelt. Wer den vorherigen Blog gelesen hat, weiss, die Andelfinger Fasnacht strotzt vor Ver- und Geboten. Und dazu gehört, dass in der Unterkunft kein Toilettenpapier ist, d.h. dass man es selber mitbringen muss. Leider haben wir das erst im Bus herausgefunden. Und so blieb und keine andere Möglichkeit, als das Problem am Andelfinger Bahnhof zu lösen. Die Verkäuferin am Bahnhof hatte Mitleid mit uns und hat ihre private Rolle gespendet. Merci! Aber auch das Bahnhofs-WC hat einiges hergegeben, was Papier anbelangt. Das gab lustige Bilder mit Harlekinos und komischen Ausbeulungen unter den Oberkleidern. Dass es dann doch WC-Papier hatte ist Nebensache.
Das erklärt aber immer noch nicht, wie die Fotos entstanden sind. Was machten wir eigentlich am Bahnhof? Wir warteten. Und zwar auf zwei Harlekinos, die nicht von Rappi aus mitgefahren sind. Der eine war schon da und Automatenfoto 5missbrauchte das Bahnhofs-WC – schon wieder dieses ominöse WC – um sch zu schminken. Der andere hatte Verspätung, da er sich verfahren hatte, keine Karte dabei hatte, ich mein Handy nicht gehört habe – es war im Kofferraum im Car – etc. Also was tun um die Zeit zu verkürzen? WC-Papier haben wir ja schon gesammelt. Die Lösung: EIN FOTOAUTOMAT!
Gesagt getan, Geld hineingeworfen und hingesetzt. Doch wie es ist, sobald es irgendwo ein Foto zu machen gibt, drängen sich plötzlich unzählige Harlekinas und Harlekinos vor der Linse. Und da macht ein solcher Automat auch keine Ausnahme. Es war schon fast rekordverdächtig, wie viele Harlekinas und Harlekinos in einem solchen Apparat Platz haben. Auf dem ersten Bild kann man sieben Leute zählen, auch wenn nicht alle gleich prominent im Bild sind.
Für eine kurze, aber lustige Zeit hat uns der Automat also das Warten verkürzt, bis auch der letzte Harlekin eingetroffen war. Und wir haben ein paar tolle Fotos und eine Geschichte zum Erzählen mehr.

Gruss Butch

PS: Wer jetzt Mitleid mit dem Automaten hat, braucht sich nicht zu sorgen. Bei der ganzen Aktion sind weder Menschen noch Maschinen zu Schaden gekommen.

PPS: Wenn wir jemals ein eigenes Probelokal haben, will ich einen solchen Fotoautomaten da stehen haben.

Freitag, 9. März 2007