Mein Freund der Pflasterstein

Von 30. August 2007 Fasnacht Keine Kommentare

Seit Samstag habe ich einen neuen Freund. Es ist ein Stein, aber nicht irgend ein ordinärer und langweiliger, nein. Es ist ein Rapperswiler Pflasterstein. Auf ihm steht zwar „Hauptplatz“, die Legende erzählt aber, dass er vor rund zehn Jahren in einer Nacht- und Nebelaktion in der Hintergasse aus der Strasse befreit wurde. Und dieser Pflasterstein ist nun für gut anderthalb Wochen mein Freund geworden und wohnt bei mir zu Hause.
Ich und mein PflastersteinBekommen habe ich ihn vom Beni, seines Zeichens Stapi unserer neuen, schönen, grossen Stadt. Und mit ihm habe ich die Herrschaft über die Rapperswil-Joner Strassen bekommen. Ich bin mit dem Stein so zu sagen Strassenbesitzer geworden. Ein Schloss besitze ich als Ortsbürger ja schon (mit) und nun also Strassen. Was macht man mit Strassen? Ich könnte eine Maut verlangen und so unsere Guggenkasse ein wenig aufbessern. Oder eine Strasse umbenennen! Was haltet ihr von „Avenue des Arlequins“ für die „Neue Jonastrasse“? Das würde doch auch zu unserem Jubiläum passen. Eine eigene Strasse!
Na ja, eigentlich ist es nicht ganz korrekt wenn ich schreibe, ich hätte ihn bekommen, ich habe den Stein ja nur stellvertretend für alle Rapperswil-Joner Guggenmusiken bekommen. Und zurückgeben muss ich ihn ja auch wieder. Dann am Geissebei, aber das ist ein anderes Thema.
Nun ist er vorerst mal mein Freund geworden und hat sich bei mir häuslich eingerichtet. Dabei hatten wir doch Anfangsschwierigkeiten, habe ich den Pflasterstein doch beinahme auf dem Hauptplatz vergessen. Herbië sei Dank, hat er doch noch seinen Weg gemacht und ist an die Seestrasse gekommen. „Ende gut, Alles gut“, kann ich da nur sagen.

Gruss Butch

PS: Übrigens wohnt der Stein in der fasnachtsfreien Zeit bei der Bauverwaltung unter der Obhut von Herrn Keller. Den Umzug von Rapperswil nach Jona ins neue Stadthaus hat der Pflasterstein übrigens ganz gut überstanden und er hat sich an sein neues Heim gewöhnt, wie er mir verraten hat.

Montag, 12. Februar 2007