Ironman 70.3 oder ein Nachmittag als bezahlter Fan

Zugegeben, wir hatten einen lustigen Nachmittag gestern. Wir waren am Ironman 70.3 in Rapperswil, wo wir unseren Präsi beim rennen angefeuert haben. Und nicht nur ihn, mit ihm über tausend weitere Wettkämpfer.
Harlekinos beim FanenTraditionell bewaffnet mit Lärminstrumenten (vergleiche dazu meine letzten zwei Einträge im Harleblog) haben wir die Läufer beim Technikum angefeuert. Dazwischen haben wir auch ab und zu ein Ständchen gebracht, um das nicht übermässig zahlreiche Publikum zu unterhalten. Auch en Läufern hat es gefallen, hat mir doch ein österreichischer Teilnehmer auf dem Heimweg anvertraut, dass ihn unsere Musik ziemlich unterstützt habe. Unser Standort war toll, kamen sie doch gleich viermal bei uns vorbei – wobei es spannend war zu sehen, wie einige immer schlechter ausgesehen haben. Nicht erstaunlich nach rund zwei Kilometern im Wasser, neuzig auf dem Rad und etlichen in den Beinen.
Ein grosses Fragezeichen habe ich aber doch nach dem gestrigen Tag. Ist Triathlon eine dermassen unattraktive Sportart, dass man als Organisator Fans bezahlen muss, dass etwas Stimmung aufkommt? Wir waren nämlich nicht die einzigen, die für ihr Engagement eine Gage bekommen haben. Am Vormittag haben wir nämlich auch eine Schulklasse getroffen, die per Schiff nach Rapperswil gebracht wurde um zu fanen. Für mich kann ich diese Frage mit „ja“ beantworten. Ich finde Triathlon unattraktiv. Es ist zwar schon lustig zu sehen, wie sich manch einer abkämpft, aber irgendwann habe ich das gesehen.

PS: Unser Präsident hat den Ironman 70.3 Rapperswil in der sensationellen Zeit von fünf Stunden, dreiundvierzig Minuten und achtzehn Sekunden absolviert. Ich gratuliere dir an dieser Stelle und ziehe meinen Hut vor deiner beachtlichen Leistung.