Gastrokritik oder fasnächtliches Essen in Rapperswil

Von 30. August 2007 Fasnacht Keine Kommentare

Das vergangene Fasnachtswochenende in Rapperswil hat auch kulinarisch einiges geboten von dem ich an dieser Stelle berichten will.
Begonnen hat es am Freitagabend im Restaurant Bunkerli, wo uns der legendäre Stammtischteller erwartete. Ein riesiger Teller – eigentlich eine Platte – mit einem ebenso riesigen Schnitzel, einem Berg Pommes Frites und Salat. Wie immer war es super fein, eine schon fast unanständig grosse Portion. Einige unserer Ladys mussten schon recht kämpfen, um der Portion Herr zu werden. Aber fasten oder weniger Essen können wir in der Fastenzeit und die kommt bekanntlich erst nach der Fasnacht. Es ist gut nachvollziehbar, dass sich einige Harlekinos schon die ganze Woche auf den Abend mit dem Stammtischteller im Bunkerli gefreut haben.
Kulinarisch hochstehend ging es am Samstagmittag weiter. Nach einem Geburtagsauftritt – Josef, auf diesem Weg nochmals alles Gute – gab’s verschiedene Partybrote, die es in sich hatten. Prall gefüllte Brote mit Salami, Käse oder Trockenfleisch. Und dazu ein guter Tropfen von weisser Farbe. Wir sind uns scon am überlegen, ob wir nicht die üblichen Sandwiches im Car gegen diese Partybrote austauschen sollen. Auch das Nachtessen im Quellenhof zu Rapperswil konnte sich sehen lassen. Nach einem gemischten Salat – Walki hat hoffentlich den exzellenten Maissalat mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen – gabe es eine feine Lasagne, wahlweise mit oder ohne Fleisch. Dazu gab es Nachschlag, so dass auch an diesem Abend niemand zu wenig Essen bekam. Der Koch musste die Lasagne übrigens in der benachbarten Metzgerei backen, da sein Ofen den Geist augegeben hatte.
Am Sonntag gab’s dann nicht mehr so viel zu Essen, mindestens nicht mehr organisiert und alle zusammen. Was es aber gab, war das obligate Wienerli mit Bürli und Senf nach dem Umzug, wobei die Vegis hier den Zonk gezogen haben, für die gab es nur Bürli mit Senf – gäll Eme. Wir hatten das Glück, die Ersten auf dem Platz zu sein, so dass unsere Würstli noch einigermassen warm und die Brötli noch nicht durchnässt waren.
Abschliessend kann man sagen, dass wir kulinarisch gesehen ein perfektes Wochenende hinter uns haben. Fein gespiesen am Freitag und Samstag, was will man noch mehr?

Gruss Butch

PS: Hat nichts mit Essen, dafür mit Trinken zu tun. Mit Entsetzen habe ich an diesem Wochenende festgestellt, dass es im Bären das gute alte Cardinal nicht mehr gibt. Es wurde vom in meinen Augen weniger genüsslichen bündner Bergquellwasser abgelöst. Und auch die schwarze Perle Guinness gibt es nicht mehr, sie wurde von Murphys Law verdrängt.

Dienstag, 13. Februar 2007