Category Archives: Fasnacht

Musik für Kinder

Von | Fasnacht | Keine Kommentare

Der Auftritt für und mit den Kindern der Heilpädagigschen Schule (HPS) in Rapperswil gehört für uns Harlekinos einfach zum Geissebei. So auch in diesem Jahr. Wir trafen uns um viertel vor zehn bei der HPS. Ich kam schon etwas früher – an der Fasnacht treibt es mich immer früh aus dem Haus -, auf dem Pausenplatz vergnügten sich zwei oder drei Buben und ich wurde von ihnen mit einem lauten „Harlekinos Go Go Go“ begrüsst. Was für ein Willkommen. Nach und nach kamen die Kinder aus dem Schulhaus und auch der benachbarte Kindergarten hat sich mittlerweile angeschlossen. Alles in allem eine bunt vekleidete, fröhliche und laute Kinderschar.
Als wir vollständig waren – vollständig heisst am Geissebei-Vormittag jeweils zehn bis zwölf Harlekinas und Harlekinos – gings los. Wir starteten mit einem Platzkonzert und unseren Klassikern, die wir in dieser Besetzung spielen können, unterstützt durch unzählige Kinder mit Rasseln und Trommeln. Nach dem ersten Aufspiel folgte bereits der erste Höhepunkt. Die besten Schenkeli, die es an der Fasnacht gibt. Und das ist nicht gelogen. Nirgends schmecken Schenkeli so gut wie in der HPS. Bei Schenkeli und einem Glas Weissen näherte sich der zweite Höhepunkt mit grossen Schritten – der Umzug.
Ja, lieber Leser, du hast richtig gelesen, ein Umzug. Traditionell geht es nach Wein und Schenkeli mit der ganzen Schar auf einen Umzug, der uns vorbei am Sekundarschulhaus zur Kreuzstrasse und vorbei am Realschulhaus über die Gemüsebrücke wieder zurück zur HPS führt. Wie es sich für einen Umzug gehört natürlich mit Trompeten und Posaunen, will meinen Rhythmus und Musik. Und an diesem Umzug tauen die Kleinen richtig auf und begleiten uns noch wilder. Was für die Betreuerinnen nicht immer einfach ist, sollten die Kinder doch auf dem Trottoir bleiben. Aber die haben ihre Schüler im Griff und bringen den Umzug ohne Zwischenfall über die Bühne.
Der Abschied ist nie ganz einfach. Wir würden gerne noch weiter spielen, die Kinder würden uns gerne noch weiter zuhören, aber alles hat einmal ein Ende und so ist gegen Mittag Schluss mit Guggenmusik auf dem Areal der HPS.

Gruss Butch

PS: Ich freue mich schon auf die nächste HPS-Fasnacht und ich bin mir sicher, Vorfreude herrscht auch bei den Schülern, denen es nicht schnell genug gehen kann bis es wieder Geissebei ist.

Dienstag, 27. Februar 2007

Le carneval de Romont

Von | Fasnacht | Keine Kommentare

Le dernier week-end on était à Romont pour fêter le carneval. Vous verrez, les Harlekinos sont allez à la Suisse romande, c’est pouquoi je vais écrire ce blog en français. Arrivant à Romont – aprè une voyage de quatre heures – les premiers personnes qu’on a vu etaient des gens de Kriens et on a pu parler encore uns fois de l’allemand. La première impression était un peut comique, mais les Amok Symphoniker sont plus mieux que la première impression.
La ville de RomontRomont est une petite ville qui se trouve sur une petite colline. Et ça veut dire, si on est au chemin d’une resto à l’autre on doit monter sur cette colline. C’ètait la mème chose avec le cortège. Le grand cortège a commence jusque au fond de cette colline et on à dû monter jusque a’l hôtel de ville qui se trouve en haut. C’était tellement dûr.
Mais on nous a donné une guide excellente – Isabelle. Elle devienne une grande fan de nous et elle a organisée tout le carneval pour nous. Quand on a entré un resto et on a commencé de jouer, elle a déjà organisée le vin. Et elle m’a forcé de parler le français et c’est pourquoi j’écris en français maintenant. Elle est un trésor d’or.

Félicitations Butch

PS: Mon français est terrible, je sais. Excusez moi.

Vendredi, 23. février 2007

Feiern mit Ehemaligen oder Jubiläum mal anders

Von | Fasnacht, Jubiläum | Keine Kommentare

Begleitung am Rapperswiler UmzugWem sind sie nicht aufgefallen – die bunten Gestalten, klein und gross, die am Rapperswiler Umzug zwischen und gelb-schwarzen Harlekinos mitgelaufen sind. Es ist nicht so, dass wir zu wenig Kostüme hätten, meistens geht es auf. Das hatte einen ganz anderen Grund. Die Harlekinos sind in diesem Jahr 25 geworden! Und darum haben wir unsere Alt-Harlekinos angefragt, ob sie nicht mit uns unseren Jubiläumsumzug absolvieren wollen.
So hat sich doch eine Gruppe von etwa zehn zusätzlichen Musikern am Sonntag zu uns gesellt und wir haben gemeinsam unsere alten Stücke gespielt. Das Lied, das wir schon am längsten im Programm haben ist der „Chur 1“, den wir seit 22 Jahren spielen. Und das sagt doch einiges über das tolle Arrangement von Hanna aus. Was mir auch sehr gut gefallen hat, waren die vielen Kinder, die mit uns mitgelaufen sind. Das war schon fast wie in den guten alten Zeiten als die Harlekinos noch eine Familiengugge waren. Roli hat mir anvertraut, dass seine Kinder sich schon die ganze Woche auf den Umzug gefreut haben und novh viel nervöser gewesen seien als er, der seine seit einigen Jahren nicht mehr benutzte Klarinette hervorgenommen und sie wieder einmal gespielt hat.
Übrigens ist der letzte ehemalige Harlekin gerade zum Start des Umzugs aufgetaucht und hätte ich nicht noch Probleme gehabt, mein Sousaphon über meine Maske zu ziehen, hätte er uns verpasst. Da war er früher auch nicht anders. Es schein ihm aber gefallen zu haben, denn er war bis Abends um zehn noch mit uns unterwegs.
Ich habe mich total über diese Aktion gefreut und möchte mich an dieser Stelle nochmals bei allen ehemaligen Harlekinas und Harlekinos bedanken, die ihre Kostüme hervorgenommen, ihre Kinder und oder Instrumente gepackt und mit uns mitgemacht haben. DANKE, es war eine lässige Sache.

Gruss Butch

PS: Weiteres über unser Jubiläum und das grosse Fest im Mai erfährt der geneigte Leser auf unserer Homepage.

Mittwoch, 14. Februar 2007

Gastrokritik oder fasnächtliches Essen in Rapperswil

Von | Fasnacht | Keine Kommentare

Das vergangene Fasnachtswochenende in Rapperswil hat auch kulinarisch einiges geboten von dem ich an dieser Stelle berichten will.
Begonnen hat es am Freitagabend im Restaurant Bunkerli, wo uns der legendäre Stammtischteller erwartete. Ein riesiger Teller – eigentlich eine Platte – mit einem ebenso riesigen Schnitzel, einem Berg Pommes Frites und Salat. Wie immer war es super fein, eine schon fast unanständig grosse Portion. Einige unserer Ladys mussten schon recht kämpfen, um der Portion Herr zu werden. Aber fasten oder weniger Essen können wir in der Fastenzeit und die kommt bekanntlich erst nach der Fasnacht. Es ist gut nachvollziehbar, dass sich einige Harlekinos schon die ganze Woche auf den Abend mit dem Stammtischteller im Bunkerli gefreut haben.
Kulinarisch hochstehend ging es am Samstagmittag weiter. Nach einem Geburtagsauftritt – Josef, auf diesem Weg nochmals alles Gute – gab’s verschiedene Partybrote, die es in sich hatten. Prall gefüllte Brote mit Salami, Käse oder Trockenfleisch. Und dazu ein guter Tropfen von weisser Farbe. Wir sind uns scon am überlegen, ob wir nicht die üblichen Sandwiches im Car gegen diese Partybrote austauschen sollen. Auch das Nachtessen im Quellenhof zu Rapperswil konnte sich sehen lassen. Nach einem gemischten Salat – Walki hat hoffentlich den exzellenten Maissalat mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen – gabe es eine feine Lasagne, wahlweise mit oder ohne Fleisch. Dazu gab es Nachschlag, so dass auch an diesem Abend niemand zu wenig Essen bekam. Der Koch musste die Lasagne übrigens in der benachbarten Metzgerei backen, da sein Ofen den Geist augegeben hatte.
Am Sonntag gab’s dann nicht mehr so viel zu Essen, mindestens nicht mehr organisiert und alle zusammen. Was es aber gab, war das obligate Wienerli mit Bürli und Senf nach dem Umzug, wobei die Vegis hier den Zonk gezogen haben, für die gab es nur Bürli mit Senf – gäll Eme. Wir hatten das Glück, die Ersten auf dem Platz zu sein, so dass unsere Würstli noch einigermassen warm und die Brötli noch nicht durchnässt waren.
Abschliessend kann man sagen, dass wir kulinarisch gesehen ein perfektes Wochenende hinter uns haben. Fein gespiesen am Freitag und Samstag, was will man noch mehr?

Gruss Butch

PS: Hat nichts mit Essen, dafür mit Trinken zu tun. Mit Entsetzen habe ich an diesem Wochenende festgestellt, dass es im Bären das gute alte Cardinal nicht mehr gibt. Es wurde vom in meinen Augen weniger genüsslichen bündner Bergquellwasser abgelöst. Und auch die schwarze Perle Guinness gibt es nicht mehr, sie wurde von Murphys Law verdrängt.

Dienstag, 13. Februar 2007

Mein Freund der Pflasterstein

Von | Fasnacht | Keine Kommentare

Seit Samstag habe ich einen neuen Freund. Es ist ein Stein, aber nicht irgend ein ordinärer und langweiliger, nein. Es ist ein Rapperswiler Pflasterstein. Auf ihm steht zwar „Hauptplatz“, die Legende erzählt aber, dass er vor rund zehn Jahren in einer Nacht- und Nebelaktion in der Hintergasse aus der Strasse befreit wurde. Und dieser Pflasterstein ist nun für gut anderthalb Wochen mein Freund geworden und wohnt bei mir zu Hause.
Ich und mein PflastersteinBekommen habe ich ihn vom Beni, seines Zeichens Stapi unserer neuen, schönen, grossen Stadt. Und mit ihm habe ich die Herrschaft über die Rapperswil-Joner Strassen bekommen. Ich bin mit dem Stein so zu sagen Strassenbesitzer geworden. Ein Schloss besitze ich als Ortsbürger ja schon (mit) und nun also Strassen. Was macht man mit Strassen? Ich könnte eine Maut verlangen und so unsere Guggenkasse ein wenig aufbessern. Oder eine Strasse umbenennen! Was haltet ihr von „Avenue des Arlequins“ für die „Neue Jonastrasse“? Das würde doch auch zu unserem Jubiläum passen. Eine eigene Strasse!
Na ja, eigentlich ist es nicht ganz korrekt wenn ich schreibe, ich hätte ihn bekommen, ich habe den Stein ja nur stellvertretend für alle Rapperswil-Joner Guggenmusiken bekommen. Und zurückgeben muss ich ihn ja auch wieder. Dann am Geissebei, aber das ist ein anderes Thema.
Nun ist er vorerst mal mein Freund geworden und hat sich bei mir häuslich eingerichtet. Dabei hatten wir doch Anfangsschwierigkeiten, habe ich den Pflasterstein doch beinahme auf dem Hauptplatz vergessen. Herbië sei Dank, hat er doch noch seinen Weg gemacht und ist an die Seestrasse gekommen. „Ende gut, Alles gut“, kann ich da nur sagen.

Gruss Butch

PS: Übrigens wohnt der Stein in der fasnachtsfreien Zeit bei der Bauverwaltung unter der Obhut von Herrn Keller. Den Umzug von Rapperswil nach Jona ins neue Stadthaus hat der Pflasterstein übrigens ganz gut überstanden und er hat sich an sein neues Heim gewöhnt, wie er mir verraten hat.

Montag, 12. Februar 2007