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Guggenmusik?

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Die Fasnacht ist schon seit längerem vorbei, auch unsere GV liegt hinter. Die Harlekinos sind in ihren Sommerschlaf gefallen, aus dem sie ab und zu gewekt werden, z.B. fürs Guggereisli oder den Ironman in Rapperswil. Tja, was tut Harlekin so, wenn er nicht Proben oder Fasnächtlen kann? Er stellt sich fragen, die er schon immer mal beantwortet haben wollte, aber nie die Zeit dafür gefunden hat.
Zum Beispiel: „Was heisst eigentlich Guggenmusik?“ Wir sind eine Guggenmusik und wir machen Guggenmusik, aber was ist das eigentlich? Gefragt, getan!
Das „Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache“ aus dem Jahr 1885 vermerkt unter dem Eintrag „Guggi“ (da ist nicht der Gäbe gemeint!): Horn, Trompete und das im scherzhaften Sinne gemeint. Analog dazu heisst das Verb „guggen“ also: auf einem Horn blasen, scherzhaft „schlecht auf einem Instrument blasen“.
Eine Guggenmusik ist als im eigentlichen Wortsinn eine Blasmusik, die schlecht spielt – ob absichtlich oder unabsichtlich, lassen wir mal beiseite. Einen eigenen Eintrag für „Guggenmusik“ gibt es übrigens im besagten Wörterbuch – auch „Schweizerisches Idiotikon“ genannt nicht.
So dann wäre diese Frage jetzt beantwortet. Falls jemand an weiteren spannenden Fragen rumgrübelt, soll er oder sie diese doch hier als Kommentar hinterlassen. Ich freue mich schon auf interessante Fragen.

Schultz der Tubist besucht Tom und Jerry

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Da surfe ich ganz unschuldig im Netz und verwende das Stichwort „Tuba“ – was soll ich sonst tun als Tubist. Und da stosse ich auf einen Link mit dem Namen „Tom and Jerry – The Tuba Tooter“. Interessiert wie ich an allem Neuen bin, klicke ich weiter, gespannt, was Tom und Jerry mit einer Tuba am Hut haben. Ich stosse dabei auf folgendes Video:

Beim schauen des Films war ich doch etwas erstaunt, stelle ich mir unter „Tom und Jerry“ Katz und Maus vor und keine Menschen. Doch eine kleine Recherche bringt Klarheit. Mein Film stammt aus dem Jahr 1932 während die allseits bekannten „Tom und Jerry“ erst ab 1940 gezeichnet wurden. Tom und Jerry in meinem Film sind übrigens die beiden Burschen, die – geweckt von Schultz, dem deutschen Tubaspieler – aus dem Bett springen und Klavier spielen. Das Umptata-Ding, das Schultz im Strip spielt, war laut meiner Recherche total in in den zwanziger Jahren und wurde daher für diese Folge von „Tom and Jerry“ verwendet.
Nachdem der ursprüngliche Produzent – die Van Beuren Studios, die „Tom and Jerry von 1931 bis 1933 prodizierten – in den fünfziger Jahren übernommen wurden, bekamen die beiden Hauptfiguren der Cartoon neue Namen: Dick and Larry. Mir gefällt „Tom und Jerry“ aber irgendwie besser, auch wenn man sich normalerweise Katz und Maus unter diesen Namen vorstellt. Vielleicht gefällt mir der Cartoon auch einfach, weil mit Schultz ein Tubist die Hauptrolle spielt. 🙂
Wer sich den Clip in guter Auflösung und total legal runterladen will, kann das hier tun. Mit „hier“ ist ein Klick auf hier gemeint.

Vom Reinigen des Instruments

Von | Allgemein, Fasnacht | Ein Kommentar

Heute habe ich mein Sousaphon auseinander genommen, um es einer gründlichen Reinigung zu unterziehen, sind doch an den vergangenen Anlässen einige Konfetti ins grosse Rohr gelangt. Nicht alleine wegen eines ominösen Sousaphonisten einer anderen Rapperswiler Gugge.
Nun, das Reinigen an und für sich ist nichts spannendes und auch nicht der Grund, warum ich diesen Eintrag schreibe. Erstaunt habe ich aber festgestellt, dass doch einiges Platz hat in einem solchen Instrument. Dass eine riesen Menge Konfetti rauskommen, damit habe ich gerechnet. Dass etwa 30 Liter Bier in ein Sousaphon passen, habe ich auch gewusst. Was aber beim Ausspülen rausgekommen ist, hat mich vom Hocker gehauen.
Seit dem Freitag der Rappi-Fasnacht im Südquartier bei den Südfägern vermisste ich das Netz, das über den Trichter gespannt ist, um Konfetti abzuhalten. Ich meinte, ich hätte es auf dem Heimweg verloren. Dem ist nicht so. Es hat sich im Rohr meines Instruments versteckt und ist erst heute wieder zum Vorschein gekommen. Da wundert es mich auch nicht, dass Cécile immer das Gefühl hatte, sie höre mich nicht. Sie hat mich nicht gehört, ich hatte ja auch einen wunderbaren Dämpfer im Sousaphon. 🙂

Harlekinos-Pause

Von | Allgemein, Fasnacht | Keine Kommentare

In meinem letzten Beitrag habe ich es angetönt. Wir haben eine Fasnachtspause, bevor es nächsten Samstag in Bülach wieder weitergeht. Zeit also um einmal ein bisschen zurückzuschauen, auf das was bisher bei uns Harlekinos so gelaufen ist. Ich will aber nicht über die einzelnen Anlässe berichten, dafür haben wir unser Harlezine mit den vielen begnadeten Schreiberlingen. Ich will in mein kleines schwarzes Büchlein schauen, in dem ich mir den einen oder anderen Sprich, der an der Fasnacht gefallen ist, notiert habe. Ein Rückblick also mit aus dem Zusammenhang gerissenen Aussagen. Ich bitte euch, seid mir nicht böse, auch wenn ihr euch in einem Spruch wiedererkennt.

Trinken: Nach Auftritten gibt es immer einen mehr oder weniger guten Tropfen für die ausgetrocknete Kehle.

  • Ich han do so en Pfützä, däbi gäbt’s Freixenet.
  • Mis Glas isch grösser als eues, ich han en Kelch.
  • S Bouquet isch flach.

Männer und Frauen: Sind ein Dauerbrenner an der Fasnacht.

  • Do isch de Pflückfaktor gleich null.
  • Dä N.N. hämmer gopferet damit’s dä Mehrheit guet goht.
  • Dä het lieber uf d‘ Stromleitig brünzlet, er het meh devo gha.
  • Bi däm Schneewitli blibt dä Ries en Zwärg.

Andere Guggen: Werden natürlich immer diskutiert und kritisch angehört.

  • Unnützi Beizefüller!

PS: Was macht eigentlich ein Harlekin, wenn er seine Gspänli nicht sieht und er zu viel Zeit hat? Er schnappt sich ein Kleinflugzeug und schaut sich seine Heimat mal von oben an.

Der Harlekinos-Stil-Trend geht weiter

Von | Allgemein | 2 Kommentare

Da sitze ich letzten Samstag entspannt und etwas gelangweilt – wir haben im Moment ja Harlekinos-Pause – vor dem Fernseher, zappe ein bisschen und bleibe bei „Deutschland sucht den Superstar“ hängen. Was sticht mir da in die Augen? Eine Kandidatin performt – wie das schöne neudeutsche Wort für Auftreten oder Vorführen heisst – und hat sich schwarz-weiss gestreifte Stulpen über die Arme gezogen. Da ist sie wohl bei ihrer Recherche ihr Outfit betreffend auf unserer Homepage gelandet, hat sich Bilder von unserem tollen Kostüm angesehen und sich gedacht, das ist das was ich suche, so was will ich auch. Gesagt, getan, das Resultat sieht man auf dem nebenstehenden Bild.
Dass es ihr nicht unter die Top 15 gereicht hat kann nicht an ihrer Kleidung liegen, diese Stulpen sind in diesem Jahr total in, wie auh der Rest unseres Kostüms. Das Ausscheiden muss wohl musikalischer Natur sein. Schade, dass sie sich nicht auch in dieser Hinsicht von uns inspirieren liess, sind wir doch so was wie heimliche Superstars.