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Surfen im Netz

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Ab und zu soll es ja vorkommen, dass man sich beim Surfen im weltweiten Netz verliert. Das geht auch mir so und es ist nicht immer schlecht. Man kann da interessante Dinge finden. So geschehen letzte Woche.
Cuba Bar and Lounge

Ich wollte einen Termin bestätigen und bin ins Netz gegangen – im warsten Sinn des Wortes. Beim suchen nach dem Seenachtfest 2009 in Rapperswil bin ich auf eine Seite mit Fotos von vergangenen Senachtfestern gestossen und da habe ich doch tatsächlich ein Bild aus unserer „Cuba Bar and Lounge“ gefunden. Warum ist das interessant? Wir betreiben am kommenden Seenachtfest wieder einmal unser allseits bekannte Bar. Alle Fans von feinen Caipis und oder Zigarren können sich auf den August freuen. Es gibt sie wieder – die beliebten Harle-Caipis.

PS: Zuerst kommt natürlich noch die Zeit, in der wir primär aktiv sind – DIE FASNACHT!! Mit dem ersten Auftritt an der „Hüülernight“ am kommenden Samstag.

PPS: Das Bild folgt, sobald diese Funktion des Blogs wieder funktioniert. Ich weiss nicht, was im Moment nicht geht. 🙂

PPPS: Jetzt hat es geklappt mit dem Bild. Jupi!!!!

Neues Kostüm?

Von | Allgemein | Keine Kommentare

Neues Kostüm?

Wie sich der geneigte Leser gut vorstellen kann, ist die Zeit vom Spätsommer bis zum neuen Jahr eine Zeit der Vorbereitung für eine Guggenmusik. Neue Lieder werden arrangiert und geprobt, das Programm für die kommende Fasnacht wird auf die Beine gestellt, eine neue Pinidee wird ausgeheckt – und ein neues Kostüm wird entworfen.

Nicht für die kommende Fasnacht, da haben wir nochmals unser schönes Kostüm in Grün mit schwarz-weissen Streifen. Aber auch die Vorbereitung auf die Saison 2010 hat bereits begonnen, beispielsweise in der Kostümkommission, die sich schon Gedanken zu unserem neuen Outfit macht. Kurz vor dem Jahreswechsel haben wir uns hingesetzt und begonnen, einen ersten Prototypen zu nähen. Von diesem Nähanlass stammen die beiden Bilder in diesem Blog.

Neues Kostüm?

Wer jetzt allerdings denkt, er könne sich die beiden Bilder genau ansehen und wisse dann, wie die Harlekinos im Jahr 2010 unterwegs sind, hat sich leider getäuscht. Ähnlich die die Automobilindustrie mit ihren „Erlkönigen“, haben auch wir unseren Prototypen für die Fotos verfälscht, so dass sich nicht mehr viel erkennen lässt. Aber die Phantasie anregend können die Bilder durchaus sein. Wer weiss, was die Leser alles aus den Bildern heraus lesen.

Stellt doch die Skizzen eurer Ideen als Kommentar auf diesen Blog und in einem Jahr werden wir sehen, wer mit seiner Idee der unseren am nächsten gekommen ist. Vielleicht gibt es dann ja sogar noch ein kleines Preischen, wer weiss?

Alle, die auf unser neues Kostüm gespannt sind, müssen leider warten. Die Harlekinos werden ihr neues Kostüm zum ersten Mal im Januar oder Februar 2010 ausführen. Bis dahin ist das Kostüm geheim, was auch immer für Bilder auftauchen mögen! 🙂

Prosit Neujahr!

Von | Allgemein, Fasnacht | Keine Kommentare

Prosit Neujahr!

Das Jahr 2009 ist gekommen. Und damit ist auch die nächste Fasnachtssaison näher gerückt. Ich freue mich, dass die Zeit der Proben – wir haben noch ein paar Proben und den Probesonntag zum Schleifen – ein Ende findet und wir das tun können, was wir eigentlich wollen: an der Fasnacht Musik machen und unsere Zuhörer damit erfreuen.
Lasst uns in diesem Sinne auf das neue Jahr anstossen. Im Namen aller Harlekinos wünsche ich: Prosit Neujahr!

 

 

 

 

Ironman 70.3 oder ein Nachmittag als bezahlter Fan

Von | Allgemein | Keine Kommentare

Zugegeben, wir hatten einen lustigen Nachmittag gestern. Wir waren am Ironman 70.3 in Rapperswil, wo wir unseren Präsi beim rennen angefeuert haben. Und nicht nur ihn, mit ihm über tausend weitere Wettkämpfer.
Harlekinos beim FanenTraditionell bewaffnet mit Lärminstrumenten (vergleiche dazu meine letzten zwei Einträge im Harleblog) haben wir die Läufer beim Technikum angefeuert. Dazwischen haben wir auch ab und zu ein Ständchen gebracht, um das nicht übermässig zahlreiche Publikum zu unterhalten. Auch en Läufern hat es gefallen, hat mir doch ein österreichischer Teilnehmer auf dem Heimweg anvertraut, dass ihn unsere Musik ziemlich unterstützt habe. Unser Standort war toll, kamen sie doch gleich viermal bei uns vorbei – wobei es spannend war zu sehen, wie einige immer schlechter ausgesehen haben. Nicht erstaunlich nach rund zwei Kilometern im Wasser, neuzig auf dem Rad und etlichen in den Beinen.
Ein grosses Fragezeichen habe ich aber doch nach dem gestrigen Tag. Ist Triathlon eine dermassen unattraktive Sportart, dass man als Organisator Fans bezahlen muss, dass etwas Stimmung aufkommt? Wir waren nämlich nicht die einzigen, die für ihr Engagement eine Gage bekommen haben. Am Vormittag haben wir nämlich auch eine Schulklasse getroffen, die per Schiff nach Rapperswil gebracht wurde um zu fanen. Für mich kann ich diese Frage mit „ja“ beantworten. Ich finde Triathlon unattraktiv. Es ist zwar schon lustig zu sehen, wie sich manch einer abkämpft, aber irgendwann habe ich das gesehen.

PS: Unser Präsident hat den Ironman 70.3 Rapperswil in der sensationellen Zeit von fünf Stunden, dreiundvierzig Minuten und achtzehn Sekunden absolviert. Ich gratuliere dir an dieser Stelle und ziehe meinen Hut vor deiner beachtlichen Leistung.

Wie, wo, wann und warum entstand die Guggenmusik?

Von | Allgemein, Fasnacht | 2 Kommentare

Gerne greife ich de Frage von Sabi aus dem Kommentar zu meinem letzten Blog auf: „Wie, wo, wann und warum entstand die Guggenmusik?“
Bei meiner Recherche stiess ich auf einen Artikel von Dominik Wunderlin aus dem Heft „Schweizer Volkskunde“ von 1985 mit dem Titel „Ursprung der Guggenmusik“. Auf diesen Artikel beziehe ich meine folgende Antwort auf die Frage von Sabi.
Umzüge mit Lärmgeräten sind im Volksbrauch eine weltumgreifende Erscheinung. In unserem Kulturkreis kennen wir Lärmumzüge vor allem bei Winter- und Frühlingsbräuchen. Unter Begriffen wie „Tschättermusik“ oder „Katzenmusik“ sind diese improvisierten Musikgruppen bei uns seit langem bekannt. Diese älteren Bezeichnungen wurden im 20. Jahrhundert weitgehend abgelöst durch das Wort „Guggenmusik“. Dieser neue Begriff, und mit ihm zu einem grossen Teil die Sache selber, scheint sich von Basel aus verbreitet zu haben. In einem Basler Karnevalsbericht aus dem Jahr 1852 ist die Rede von einer Musikgruppe, die, gekleidet in Schlafrock und Zipfelkappe, mit Trompeten, Pauken, Piccolo, Bombardon (Tuba), Kornett und Pauke durch die Gassen zog. Diese Beschreibung tönt schon verdächtig nach Guggenmusik, auch wenn sie noch nicht so genannt wurde. Für die Zeit um die Jahrhundertwende darf die Existenz von Guggenmusiken als sicher angenommen werden. Das Wort „Guggenmusik“ erscheint das erste Mal 1906 im Basler „Verzeichnis der Fasnachtszüge“. Bis zum Kriegsausbruch 1939 begegnet man in Zeitungsberichten immer wieder Guggenmusiken an der Basler Fasnacht, auch wenn das nicht immer von allen Leuten gern gesehen war.
Fasnachtsumzug in Baden 1912Erneut richtig los ging es mit den Guggenmusiken in Basel 1946, an der ersten Nachkriegsfasnacht, als sieben Guggenmusiken teilnahmen. 1962 wurde der Morgenstreich zur ersten Mal ohne Guggenmusiken durchgeführt. In Gegenzug versprachen die Trommler- und Pfeiffer-Cliquen, zukünftig am Dienstagabend das Gebiet zwischen Markt- und Barfüsserplatz nicht mehr spielend zu betreten. Diese Regelung hatte Erfolg, wurde der Dienstag bald zum „Guggezyschtig“.
In Basel sind also Guggenmusiken seit etwa 1900 bezeugt, Basel kann demnach als Ursprungsort der „Guggenmusikbewegung“ bezeichnet werden, eine Bewegung, die in die ganze Schweiz und sogar über die Landesgrenzen hinaus ausstrahlte. In Luzern, wo 1948 eine Basler Formation am Fritschi-Umzug teilnahm, wurde noch an der gleichen Fasnacht eine Guggenmusik gegründet. Diese Gruppe, nahm 1949 an der Zürcher Fasnacht teil, wo bereits 1948 auf Initiative von zwei „Heimwehbaslern“ eine Guggenmusik entstanden ist. In Solothurn, wo die „Chesslete“ schon lange den Fasnachtsbeginn markierte, liess man sich 1949 inspirieren und gründete die erste Solothurner Guggenmusik.
Sabi, ich hoffe, ich konnte deine Frage zufrieden stellend beantworten. Auf weitere spannende Fragen freue ich mich.

PS: Das Bild zeigt den Badener Fasnachtsumzug von 1912.