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Mein Freund der Pflasterstein

Von | Fasnacht | Keine Kommentare

Seit Samstag habe ich einen neuen Freund. Es ist ein Stein, aber nicht irgend ein ordinärer und langweiliger, nein. Es ist ein Rapperswiler Pflasterstein. Auf ihm steht zwar „Hauptplatz“, die Legende erzählt aber, dass er vor rund zehn Jahren in einer Nacht- und Nebelaktion in der Hintergasse aus der Strasse befreit wurde. Und dieser Pflasterstein ist nun für gut anderthalb Wochen mein Freund geworden und wohnt bei mir zu Hause.
Ich und mein PflastersteinBekommen habe ich ihn vom Beni, seines Zeichens Stapi unserer neuen, schönen, grossen Stadt. Und mit ihm habe ich die Herrschaft über die Rapperswil-Joner Strassen bekommen. Ich bin mit dem Stein so zu sagen Strassenbesitzer geworden. Ein Schloss besitze ich als Ortsbürger ja schon (mit) und nun also Strassen. Was macht man mit Strassen? Ich könnte eine Maut verlangen und so unsere Guggenkasse ein wenig aufbessern. Oder eine Strasse umbenennen! Was haltet ihr von „Avenue des Arlequins“ für die „Neue Jonastrasse“? Das würde doch auch zu unserem Jubiläum passen. Eine eigene Strasse!
Na ja, eigentlich ist es nicht ganz korrekt wenn ich schreibe, ich hätte ihn bekommen, ich habe den Stein ja nur stellvertretend für alle Rapperswil-Joner Guggenmusiken bekommen. Und zurückgeben muss ich ihn ja auch wieder. Dann am Geissebei, aber das ist ein anderes Thema.
Nun ist er vorerst mal mein Freund geworden und hat sich bei mir häuslich eingerichtet. Dabei hatten wir doch Anfangsschwierigkeiten, habe ich den Pflasterstein doch beinahme auf dem Hauptplatz vergessen. Herbië sei Dank, hat er doch noch seinen Weg gemacht und ist an die Seestrasse gekommen. „Ende gut, Alles gut“, kann ich da nur sagen.

Gruss Butch

PS: Übrigens wohnt der Stein in der fasnachtsfreien Zeit bei der Bauverwaltung unter der Obhut von Herrn Keller. Den Umzug von Rapperswil nach Jona ins neue Stadthaus hat der Pflasterstein übrigens ganz gut überstanden und er hat sich an sein neues Heim gewöhnt, wie er mir verraten hat.

Montag, 12. Februar 2007

Unsere Jubiläumsbierdeckel

Von | Jubiläum | Keine Kommentare

Wer kennt sie noch nicht, unsere Jubiläumsbierdeckel? Sie sind erst seit kurzem im Umlauf und haben sich schon zu einem richtigen Kultobjekt entwickelt.
Verzierter JubiläumsbierdeckelIm Restaurant Bären, wo sie auch ausliegen sind einige einem Fasnachtshasser, der mit einem Kugelschreiber bewaffnet war, in die Hände gefallen. Und er hat seinem Missmut freien Lauf gelassen. Nicht alle Sprüche und Verzierungen sind toll, aber da wir ja gut über uns selber Lachen können, will ich einige der Sprüche hier wiedergeben.
25 Jahre Harlekinos UND JETZT?
LASST UNS 25 Jahre Harlekinos TRETEN!
25 Jahre Harlekinos SIND GENUG!
Kreativ war er ja, aber das Hitlerschnäuzchen auf dem einen oder anderen Logo fand ich dann doch weniger lustig.

Gruss Butch

PS: Wer weitere solche Exemplare findet, soll sie doch sammeln und mir mitbringen. Vielleicht vergrössert sich ja mit der Zeit diese Sprüchesammlung.

Montag, 12. Februar 2007

„Spontan“ in der ON

Von | Allgemein | Keine Kommentare

El Butch Vielleicht habt ihr schon in die aktuelle Ausgabe der Obersee Nachrichten geschaut. Heute, so kurz vor der Rapperswiler Fasnacht, haben wir die „Ehre“ in der Rubrik „Spontan“ vertreten zu sein. Nach einer intensiven Diskussion in unserem Forum kamen wir – alles männliche Forumsteilnehmer – zum Schluss, dass sich eine Frau da noch gut machen würde. Leider blieben meine Vorstösse in diese Richtung unfruchtbar, so dass ich am Montag den Termin mit der ON selber wahrgenommen habe. Ich scheine mich zu einer für die Presse gefragten Person zu entwickeln was die Fasnacht angeht, aber das ist ein anderes Thema.
Was heisst für die ON spontan? Wie läuft das ab? Das ist eine Erfahrung, die ich euch nicht vorenthalten will. Wir trafen uns im Burg-Café, die Redaktorin ausgerüstet mit einem Fragekatalog, ich noch ein wenig müde vom vergangenen Fasnachtswochenende. Aber es gab ja Kaffee – wir waren schliesslich in einem Café. Nach einem ersten Vorlesen der Fragen hatte ich einen Moment Zeit um mir passende Antworten auszudenken. Gesagt, getan. Wir legten los. Nach jeder Antwort meinerseits kam von der Redaktorin der Kommentar, das sei zu wenig lustig. Bin ich da um interviewt zu werden oder um den Clown zu spielen? Vielleicht war ich ja auch einfach noch zu müde um lustige Antworten geben zu können. Wir diskutierten also meine Antworten und versuchten gemeinsam sie etwas spannender, lustiger und spontaner zu formulieren. So viel zum Titel der Rubrik. „Spontan“! Das Ergebnis könnt ihr wie gesagt in der heutigen Ausgabe der ON nachlesen. Ich finde, es ist den Umständen entsprechend gar nicht schlecht ausgefallen, auch wenn meine Spontaneität an besagtem Morgen zu wünschen übrig liess.

Gruss Butch

PS: Was ich noch anmerken will ist, dass die Redaktorin sehr gut vorbereitet an unser Gespräch gekommen ist und scheinbar unsere Homepage in- und auswendig studiert hat!

Donnerstag, 8. Februar 2007

Guggerumzug in Uznach

Von | Fasnacht | Keine Kommentare

Bei prächtigem Wetter trafen wir uns gestern am Bahnhof Rapperswil (Station Blumenau und Bahnhof Schmerikon). Allerdings habe ich mich bei der Ankunft am Bahnhof erst ein mal hintersinnt und mich gefragt, ob ich gewaltig verarscht wurde, denn ich war der einzige Harlekin weit und breit. Ich habe mich wirklich gefragt ob wir uns erst um halb zwei treffen und ich geleimt wurde. Dem war nicht so, aber Hü ging es an der Station Blumenau ähnlich. In Uznach kam die nächste Überraschung von unseren Jubileuten: eine feine Quick-Soup. Mir hat diese Suppe sehr gut getan, fühlte ich mich nachher schon fast wieder hergestellt – habt ihr da noch was reingemischt?
Da wir eine der letzten Nummern im Umzug waren hiess es wieder warten. Als wir endlich an die Reihe kamen, war es schon fünf nach drei. Dafür hatte es viel Publikum am Umzug und der Umzug war kurz und bündig, allerdings nicht ganz so kurz wie der Nachtumzug am Abend vorher. Zum Glück gab es nach dem Umzug ein Bier, mit dem der lauwarme Schüblig (gut gelagert in einer Milchtanse) und das trockene Brötli heruntergesühlt werden konnten. Die einen verbrachten die Zeit bi zum nächsten Auftritt in Ruhe in einem Café, andere genossen die Ruhe an der Sonne. Da wussten wir noch nicht was auf uns zukommen würde.
Bei einem Platzauftritt vor dem Restaurant Krone lerne ich ein nettes Päärchen kennen, das mir noch eine Video von unserem Auftritt schicken sollte. Das ist aber noch nicht der Punkt. Nach dem Auftritt kamen die beiden nochmals zu mir und vertauten mir an, dass sie selber Guggenmsuik machen würden und da ihnen unser Stil gefalle, hätten sie schon lange beschlossen, dass sie zu den Harlekinos kommen würden, würde ihre Gugge mal aufgelöst (so viele Konjunktive!). Ich liebe solche Aussagen! Diese beiden waren aber nicht die einzigen, denen unser Stil gefiel. Beim nachfolgenden Auftritt in Strippender Unbekannter in Uznachder Krone kam es zu einem denkwürdigen, weil bisher einzigartigen, Zwischenfall. Als wir nichtsahnend den „Harlekinos“ angestimmt hatte, stürmte ein knackig gebauter (habe ich mir jedenfalls bestätigen lassen), jüngerer Mann den freien Platz zwischen uns Harlekinos und begann mit einem Strip, der ihn am Ende in den Boxershorts dastehen liess. Zwischendruch liess er auch noch ein bisschen Spalt aufblitzen, was vor allem die Eltern der Kinder an diesem Tisch gefreut haben dürfte :-). Geistesgegenwärtig zückte ich mein Handy – sinniger weise kann man damit nicht nur telefonieren, jetzt weiss ich auch warum – und filmte die surreale Szene. Leider war der Speicherplatz zu klein, so dass nur der nebenstehende Schnappschuss von der spontanen Aktion Zeugnis ablegen kann. Aber vielleicht ist es ja besser so, in der Phantasie und der Erinnerung ist das Ganze doch schöner als auf billigem Zelluloid gebannt. Verzeiht mir die Metapher, es ist mitr bewusst, dass das Video nur aus Einsen und Nullen bestanden hätte. So überrscht oder geschockt, je nach Standpunkt, endete unser Fasnachtsstartwochenende. Mir hat es gefallen, ich hatte meinen Spass und bin heute sogar wieder ausgeschlafen – Ferien sind doch schön.

Gruss Butch

Eine etwas müde Livia in UznachPS: Dass nicht nur ich am Ende dieses Wochenendes müde aber glücklich war zeigt das Foto von Livia, aufgenommen von Marcel Hofstetter nach dem Umzug in Uznach. Schaut euch das zufriedene Lächeln an.

PPS: Livia, wenn dich das Foto stört, dann melde dich und ich entferne es!

Montag, 5. Februar 2007

Harlekinos-Fasnachtsstart in Eschenbach

Von | Fasnacht | Keine Kommentare

Um es vorweg zu nehmen – endlich hat auch für uns die Fasnacht begonnen. Wir waren zwar nur kurz unterwegs – einen Abend und einen Nachmittag, aber wir haben schon einiges erlebt. Der Höhepunkt war wohl der Stripper aus dem Raum Schaffhausen, aber dazu spärer mehr.
Gestartet sind wir in Eschenbach und schon die Anreise war ein Abenteuer. Als Eva-Maria und ich beim Bahnhof in Rapperswil den Bus nach Eschenbach bestiegen, war der doch schon ziemlich voll. Was wir im Gegensatz zu den anderen Passagieren wussten, war, dass bis zur Haltestelle Erlen (oder Hummelberg?) noch etwa zwanzig weitere von uns einsteigen werden. Ich erinnere mich an einen Papi mit Kinderwagen, der bei jeder Haltestelle und mit jedem neuen Harlekino unruhiger wurde und befürchtete, dass er in der Erle den bus nicht mehr verlassen könne – es hat natürlich geklappt.
Nachdem uns René in Eschenbach mitgeteilt hat, was wir am Umzug alles nicht unternehmen dürfen – u.a. nicht stehen bleiben und kein offenes Feuer mittragen – haben wir uns gefragt, was wir nun eigentlich tun dürfen. Was doch auch für einige Lacher gesorgt hat, war die Tatsache, dass wir in keiner Beiz für einen Auftritt eingeteilt waren, da wir zu gross sind für Beizenkonzerte. Man staune! Dank Renés Einsatz und Verhandlungsgeschick konnten wir aber doch am Beizenplan vorbei einen guten Auftritt im Löwen realisieren.
El Butch in EschenbachPeinlich war die Tatsache, dass mich vor dem Umzug eine etwas obskure und verkleidete Person mit Namen angesprochen hat – gut das ist weiter nicht so schwierig, steht er doch gross hinten auf meinem Instrument -, aber wie sich auf Nachfrage herausstellte, war es Andi aus Degersheim, mit dem ich doch während gut viereinhalb Jahren in die Schule gegangen bin. Sorry Andi, das war keine Absicht.
Beim Warten auf den Shuttle-Bus nach Wagen brannte unser internes Jubiläumskomitee im wahrsten Sinne des Wortes ein Feuerwerk ab. Ein Vulkan in unseren Farben begleitete die Verteilung des violetten Spickels für unsere Jubiplakette. Da wir noch mehr Zeit hatten – wer weiss, wo der Shuttle-Bus war – kam René auf die Idee sich mal am Sousaphon zu versuchen, was damit endete, dass wir einige sehr laute aber unzusammenhängende Töne zu hören und ein paar lustige Verrenkungen zu sehen bekamen. Nachdem wir doch noch nach Wagen gekommen waren – die einen im bequemen Dunkel des Instrumentenlieferwagens -, spieleten wir zum Abschluss des Abends noch bei unseren Freunden der Rapperswiler Schlosshüüler. Obwohl es nicht mehr allzu viele Zuhörer hatte – lag das an der vorgerückte Stunde? – gaben wir nochmals alles, spielten ein gutes Set und hatten das Kissen unter dem Kopf wohl verdient.

Gruss Butch

PS: Mir ist kein PS eingefallen.

Montag, 5. Februar 2007